OB Kreuch zu Ostern in Gotha – einst und jetzt

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Ostern in Gotha. Foto: Stadtverwaltung

Zu Ostern gab es noch Anfang des 19. Jahrhunderts einen Fruchtbarkeitsbrauch, bei dem in Gotha eine Strohpuppe zur Stadt hereingetragen worden ist, um im Leinakanal zu baden und so die Fruchtbarkeit der Natur zu verkünden.

Gotha (red/dg, 3. April). Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch erinnert daran, dass die Osterferien begonnen haben:

„Die Bewohner der Stadt Gotha sind dabei, das Osterfest vorzubereiten, basteln Osterneckereien und wollen einfach ein paar schöne Ostertage zu erleben. Die Kirchen der Stadt Gotha laden am Karfreitag und Ostersonntag zu Gottesdiensten, denn Ostern und nicht Weihnachten ist für die Christen das wichtigste Fest.“

Von den alten Bräuchen der Menschheit zum Osterfest habe sich in Gotha, wie aller Orten auch, nur das Osterei erhalten, das meist nicht mehr mit Zwiebelschalen gefärbt, aber umso liebevoller in Osternestern für die Kinder zur Suche versteckt wird. „Der einstige Fruchtbarkeitsbrauch indes, dass noch Anfang des 19. Jahrhunderts in Gotha eine Strohpuppe zur Stadt hereingetragen worden ist, um im Leinakanal zu baden und so die Fruchtbarkeit der Natur zu verkünden, hat sich nicht erhalten“. bedauert das Stadtoberhaupt.

Er erinnert, dass zwei der schönsten Ostereier der Stadt im Gothaer Rathaus verwahrt werden: So habe die Gothaer Künstlerin Bernadett Heller-Bako am 27. April 2020 ihm ein geritztes Straußenei übergeben, dass mit dem Stadtwappen verziert ist (Foto). Ein weiteres Hühnerei zeige das Rathaus in Tusche ausgeführt.

Die kunstvolle Gestaltung von Ostereiern, wie sie sehr gern auch auf dem Gothaer Ostereiermarkt im Schloss Friedenstein gezeigt wird, sei eine wunderbare Tradition und eine große Kunstfertigkeit, die unbedingt erhalten werden sollte, so Oberbürgermeister Knut Kreuch.

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