Privatspenden ermöglichten Kur der Museums-Löwen

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Löwe am Herzoglichen Museum. Foto: Rainer Aschenbrenner

Gotha (red, 27. September). Dank einer großzügigen Spende an die Kulturstiftung Gotha konnte die dringend notwendige Konservierung der beiden Löwen am Herzoglichen Museum durchgeführt werden.
Jetzt stehen sie wieder stolz im alten Glanz. Seit der Fertigstellung des Museums 1879 zieren sie die neobarocke Fassade als Sinnbild für Stärke und Repräsentation.
Die naturalistischen Skulpturen wurden aus Zinkguss gefertigt. Skulpturen und Architekturdetails aus diesem Material stellten seit 1830 eine Neuheit dar. Man konnte filigraner als mit Stein arbeiten und durch Anstrich Stein, Bronze oder Blei imitieren. Der Berliner Architekt Friedrich Schinkel förderte früh diese neue Möglichkeit der Architekturplastik.
Der Zugriff auf die Zinkvorkommen in Schlesien nach dem Sieg Preußens war dabei sehr willkommen. Zink wurde so zu einem preiswerten und vielseitig verwendbaren Material. Leider stellten sich schnell Oberflächenempfindlichkeiten heraus. Zinkguss wurde zunehmend als minderwertig betrachtet. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts fanden Skulpturen und Architekturplastiken Anerkennung.

Zur Pflege und Erhaltung unserer Löwen bedurfte es nun auch dringend einer wiederholten Konservierung. Wie so oft war die Finanzierung schwierig. Aber die Löwen hatten Glück.

Susanne Fiedler und Martin Straube wollten etwas Gutes tun. Oberbürgermeister Knut Kreuch empfahl den Spendenzweck „Löwen“. Die Beiden warben anlässlich ihrer runden Geburtstage für Spenden statt Schenken. Durch viele große und kleine Beträge kam eine beachtliche Summe zusammen. Die Geburtstagskinder stockten auf und die Kosten für die Konservierung in Höhe von 5.000 Euro konnten so zu 100 % aus Spenden an die Kulturstiftung Gotha finanziert werden.

 

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