Der dicke Mann und das „Mehr“ (1)

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Heute startet in der Gothaer Internetzeitung eine neue Gesundheitsserie. Im Mittelpunkt steht mit Maik Schulz zum dritten Mal in dreizehn Jahren unser stark übergewichtiger Chef.

So begann in der Gothaer Februar-Ausgabe von Oscar am Freitag der Beitrag, der mich in den nächsten Wochen auch hier in diesem Blog beschäftigen wird.

Heute habe ich mal wieder trainiert. Nach dem Training traf ich Wolfgang Mengs, unserer Redaktion als Pressechef des Volleyball Club Gotha bestens bekannt. Und Menge lachte, als er mich sah: „Na, wieder eine Wette abgeschlossen?“

Nein, diesmal habe ich keine Abnehm-Wette abgeschlossen.

Auch diesmal ist das Ziel: Abnehmen. Allerdings ohne Wette. Der Hintergrund: diesmal überaus ernst. Und ohne Spaß!

Denn mit einem Gewicht von 134,9 kg bei 1,82 m Größe, einem Body-Maß-Index von 40,73, einem Körperfettanteil von 42,5 % und einem Bauchumfang von 134,5 cm bin ich vor allem eins: Hochgradig gefährdet für das Erreichen sämtlicher Zivilisationskrankheiten. Es droht das metabolische Syndrom, manchmal auch als tödliches Quartett, Reaven-Syndrom oder Syndrom X bezeichnet.

Dieses wird heute, neben dem Rauchen, als der entscheidende Risikofaktor für Erkrankungen der arteriellen Gefäße, insbesondere der koronaren Herzkrankheit angesehen. Es ist charakterisiert durch folgende vier Faktoren: abdominelle Fettleibigkeit, Bluthochdruck, durch Hyper-triglyzeridämie und erniedrigtes HDL-Cholesterin gekennzeichnete Fett-stoffwechselstörung und erhöhte Glukosekonzentration im Blut oder Insulinresistenz, die eine Hauptursache für manifesten Typ-2 Diabetes mellitus (sogenannter Altersdiabetes) ist.

Diesen Befund habe ich nicht erfunden. Es ist das Ergebnis eines ausgiebigen Checks im Gothaer Reha Sport Zentrum. Dort steht mir seit nunmehr fünf Wochen der Sportwissenschaftler Jan Volbeding zur Seite. Er soll als Personal Trainer nun dafür sorgen, dass ich bis zum Jahresende wieder so in Form komme, dass die Gefahr gesundheitlicher Folgeschäden gebannt ist. Ein hohes Ziel bei den oben genannten Ausgangswerten.

Bleibt die Frage, warum ich wieder antrete. Die Antwort ist einfach und prägnant: Schmerzen! Am Urlaub zwischen Weihnachten und Neujahr hatte ich absolut keinen Spaß. Grund: Starke Schmerzen im Fuß, die mich völlig aus der Bahn warfen. Wie Millionen andere Deutsche auch.

Jetzt aber soll Schluss sein. Ob das klappt? Wir berichten darüber ab sofort in jedem Oscar am Freitag und mittwochs in der Gothaer Internetzeitung (www.gothaer-internetzeitung.de). Spannende Lektüre. Nicht nur für Dicke…

Und natürlich weiß ich: Wenn ich diesmal nicht „liefere“, dann wird es in gewisser Art und Weise eine öffentliche Blamage. Doch ich bin guter Dinge. Wann, wenn nicht jetzt :-).

Übrigens: Abgenommen habe ich in den bisherigen vier Wochen kein einziges Kilo. Aber das Training hat begonnen. Immerhin…

Noch bleibe ich dran. Bis nächsten Mittwoch auf jeden Fall.

Bis die Tage!

Ihr Maik Schulz

The Londoner - Gotha

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