Wiederaufbau des Denkmals „Ära der Freundschaft“ startete

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Das 1824 vom Hofbildhauer Jacob Rathgeber (1770-1845) geschaffene Rathgeber-Denkmal steht noch immer an seinem ursprünglichen Standort, der jedoch bereits vor Jahrzehnten in eine Gartenanlage verwandelt wurde. Archiv-Foto: Matthias Wenzel

Wiederaufbau des 1824 vom Gothaer Bildhauer Jacob Balthasar Rathgeber geschaffene Denkmal „Ära der Freundschaft“ startet

Gotha (red, 7. Juni). Das 1824 vom Gothaer Bildhauer Jacob Balthasar Rathgeber geschaffene Denkmal „Ära der Freundschaft“ fristete seit der Umwidmung der ursprünglichen Herzoglichen Parkanlage „Prinzenpalais“ in einer Kleingartenanlage seit 1946 ein nicht denkmalgerechtes Dasein. Um dem Kunstwerk ein Umfeld zu schaffen, in welchem es wahrzunehmen und zu bewundern ist, soll es nun transloziert, restauriert und an einem neuen Standort im Schlosspark wieder aufgestellt werden.

Das Denkmal wurde restauratorisch instand gesetzt. Neben der Reinigung der Steinoberflächen zur Entfernung von Krusten, Bewuchs und anderen schädlichen Ablagerungen erfolgte eine Entsalzung, Festigung und Konservierung von Steinoberflächen, das Kleben von Rissen und Schalenbildungen und das Rekonstruieren verloren gegangener Ornamentik wie Voluten und Arabesken. Da das Denkmal ein herausragendes Beispiel klassizistischer Bildhauerarbeit darstellt und durch eine hochwertige bildhauerische und handwerkliche Qualität gekennzeichnet ist, wurden verlorengegangene Teile der Bildhauerarbeiten wie Hände, Füße und Gesichter der Knaben rekonstruiert.

Die Arbeiten am Denkmal, die in der Werkstatt der beauftragten Firma D&R Schiecke in Erfurt durchgeführt wurden, sind abgeschlossen, sodass mit dem Wiederaufbau des Denkmals am neuen Standort im Schlosspark nordöstlich des Orangerie-Parterres begonnen werden kann. Dafür erfolgte am Dienstag dieser Woche der Aushub fürs Fundament. In den kommenden Wochen wird das Denkmal mit seiner umfangreichen Stufenanlage wieder aufgebaut. Die feierliche Einweihung des Denkmals am neuen Standort im Schlosspark soll Ende September erfolgen.

Das Projekt wurde bei der Kulturstiftung Gotha zur Förderung angemeldet und wird mit einem Betrag von 50.000 Euro gefördert. Die Gesamtkosten des Projektes betragen 99.900 Euro.

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