Alles kann, nichts muss

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Foto: JeppeSmedNielsen auf Pixabay

Gotha (red/wm, 16. März). Die Blue Volleys Gotha empfangen im ersten von noch zwei ausstehenden Heimspielen in dieser Saison am Sonnabend Tabellenführer Baden Volleys SSC Karlsruhe. Das Spiel in der Ernestiner-Sporthalle wird um 19 Uhr angepfiffen.

Dass man mit der oben stehenden Maxime „Alles kann, nichts muss“ viel erreichen kann, zeigte das Spiel der Gothaer 2. Bundesliga-Volleyballer gegen den damaligen Spitzenreiter Freiburg Anfang des Jahres. Auch damals waren die Blue Volleys Außenseiter und setzten dann, ohne den Druck des unbedingt gewinnen zu müssen, mit mutiger, selbstbewusster Spielweise das eigene Konzept konsequent um und siegten am Ende mit 3:0.

Auch diesmal wartet mit dem Team aus Baden ein „dickes Brett“ darauf, gebohrt zu werden. Die Baden Volleys Karlsruhe sind mit dem klaren Ziel in die Saison gegangen, die Vorjahresmeisterschaft zu wiederholen und diesmal dann auch den Weg in die 1. Bundesliga zu gehen. Auf diesem Weg ließ man sich bisher kaum beirren und wurde der Rolle als Meisterschaftsfavorit meist überzeugend gerecht. Lediglich gegen Mimmenhausen, in Dachau und zu Hause gegen Schwaig gab es Niederlagen. Auch die Blue Volleys mussten bei den Baden Volleys im Hinspiel klar mit 0:3 die Segel streichen.

Ein Quervergleich mit dem Spiel gegen den zuvor erwähnten SV Schwaig, bei dem die Gothaer im letzten Spiel souverän mit 3:0 siegten, verbietet sich trotzdem, gibt aber zumindest Hoffnung.

Im letzten Heimspiel bot Karlsruhe gegen den TV Rottenburg wieder eine ganz starke Vorstellung und siegte mit 3:0.

Seit vielen Jahren fällt, wenn man von den Baden Volleys spricht, immer der Name Jens Sandmeier. Der Angreifer mit Erstligaerfahrung war und ist der Leistungsträger des Teams, der Mann für alle Fälle, der die MVP-Wertungen der letzten Jahre meist mit anführte.

Doch auch im Hinblick auf den anvisierten Aufstieg hat Trainer Antonio Bonelli sein Team sukzessive verstärkt und dabei auch verjüngt. Mit dem in der Vorsaison gekommenen 22-jährigen Zuspieler Tobias Hosch hat man einen bestens ausgebildeten Spiellenker mit viel Potential. Auch die beiden Angreifer Alexander Benz und Jannik Brendel sind zu wertvollen Verstärkungen geworden. Die langjährigen Karlsruher Spieler, wie Felix Roos oder der 31-jährige Mittelblocker Thorben Sandmeier bringen die notwendige Erfahrung und Abgeklärtheit ein. Alles in allem ist es ein ausgeglichen besetztes und sich seiner Sache sehr sicheres Team, das die Gothaer am Sonnabend erwarten.

Für die Gothaer ist die Begegnung dennoch eine dankbare Aufgabe, denn es gibt wenig zu verlieren aber viel zu gewinnen. Es gilt an die gute Form der letzten Spiele anzuschließen und mutig und unbeschwert zu spielen. Doch es bedarf auch einer geschlossenen Mannschaftsleistung, in der jeder Einzelne an sein Leistungslimit geht, will man gegen den Favoriten bestehen.

Wenn das gelingt und dann noch die Unterstützung von den Rängen in der Ernestiner-Sporthalle hinzu kommt, ist auch am Sonnabend nichts unmöglich und es könnte ein großer Volleyball-Abend werden.

Der Einsatz des Gothaer Diagonalangreifers James Jackson ist allerdings noch ungewiss, weil der Kanadier derzeit erkältet ist.

Für Trainer Jonas Kronseder ist ausschlaggebend, wie sein Team in die Partie kommt: „Wichtig wird sein, schnell ins Spiel zu kommen. Wir wollen auf alle Fälle mutig auftreten und dieses Spiel, wie eigentlich alle Spiele, gewinnen. Ob das gelingt wird sich dann zeigen“, sagte er im Vorgespräch.

Livestream auf www.sportdeutschland.tv ab 18.45 Uhr.

 

 

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