FSV Wacker 03 Gotha steigt aus Landespokal aus

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Gotha (red/thf, 14. Juni). Der FSV Wacker 03 Gotha hat heute dem Thüringer Fußballverband schriftlich seinen Rückzug aus dem laufenden Pokalwettbewerb der Saison 2020/2021 mitgeteilt.

„Die Entscheidung ist richtig, weil sie alle erst jetzt zu beurteilenden Komponenten einschließt. Dies gebe ich als Präsident unseres Vereins hiermit dem Verband, unserem zugelosten Gegner und der Öffentlichkeit zur Kenntnis“, erklärt Thomas Fiedler und fährt fort: „Wir haben uns zunächst für die sportliche Lösung der Fortsetzung des Pokalwettbewerbs entschieden, als noch niemand in der Lage war, die Auswirkungen der Pandemie und die Entwicklung der Inzidenz im Landkreis Gotha im Zeitraum Mai/Juni einzuschätzen. Da unser Landkreis lange Zeit eine der höchsten Inzidenzen vom RKI bestätigt bekam, wurde die Rückkehr zu einem regulären und legalem Trainingsbetrieb zusätzlich unmöglich. Ein illegales Trainieren, heimlich oder in anderen Regionen, stand für uns zu keinem Zeitpunkt zur Diskussion, weil es gesetzliche Vorgaben eindeutig nicht zuließen und wir auch nicht die Verantwortung übernehmen wollten, dass Virus in Gegenden mit geringerer Inzidenz mitzunehmen.“

Erst seit dem 7. Juni sei nun im Landkreis Gotha das Mannschaftstraining wieder erlaubt. Die von Sportmedizinern empfohlene Vorbereitungszeit von mindestens vier Wochen nach siebenmonatiger Spiel- und Trainingspause sei schon da nicht mehr einzuhalten gewesen, „was uns bereits beim Entschluss, im Pokal zu bleiben, durchaus bewusst war“, betont Fiedler. Es sei seinerzeit eine prophylaktische Entscheidung gewesen, um die Hoffnung auf eine sportliche Lösung nicht aufgeben zu müssen. „Gleichwohl haben wir vereinsintern die Einschätzung des physischen Leistungsvermögens des Kaders nach Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings als oberste Prämisse festgelegt und diese auch temporär bis zum Abschluss dreier Trainingseinheiten aufgeschoben. Letztlich war die Tendenz für eine Nichtteilnahme bereits am Donnerstag nach Training 2 bei Vorstand und der sportlich verantwortlichen Trainer erkennbar. Nach Training 3 am Wochenende haben sich dann auch die Spieler eindeutig dieser Meinung angeschlossen“, stellt Fiedler klar.

Es sei damit keine Entscheidung gegen den Pokalwettbewerb gefallen, sondern eine Entscheidung der Vernunft und der nicht zu delegierenden Verantwortung für die Gesundheit der Spieler. Der Fokus für die 1. Männermannschaft liege zu 100 % auf der Meisterschaft der Saison 2021/2022, die man mit austrainierten und für die dortigen Anforderungen 100 % fitten und gesunden Spielern angehen möchten. „Viele Verletzungen bei Spielern anderer Vereine nach kurzfristig anberaumten Test-, Meisterschafts- oder Pokalspielen im Sommer letzten Jahres waren und sind uns dabei Warnung genug“, erinnert Fiedler an vergleichbare Situationen in anderen Clubs.

Um einer eventuell in der Öffentlichkeit aufkommenden Meinung von vornherein Einhalt zu gebieten, sich doch besser gleich für den Verzicht und damit für das Geld zu entscheiden, stellte Präsident Fiedler klar: „Der Erhalt eines in Aussicht gestellten höheren Preisgeldes hat für uns zu keiner Sekunde bei der Entscheidungsfindung eine Rolle gespielt.“

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