Frauen Union Thüringens fordert: „Kinderschutz geht vor Täterschutz“

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Erfurt (red, 30. August). Die zunehmenden Fälle von Kindesmissbrauch und Kinderpornografie zeigten uns, dass dringender Handlungsbedarf bestehe. „Kinderschutz geht vor Täterschutz:  Wer sich an Kindern vergeht, muss mit einer Haftstrafe rechnen. Es geht um den seelischen Missbrauch von Kindern. Nur drastische Strafen können abschreckend wirken“, sagt Evelin Groß.

Die Landesvorsitzende der Frauen Union Thüringens fordert den Ausbau der Präventionsarbeit. „Das ist unerlässlich.“ Missbrauch müsse nach Möglichkeit im Vorfeld verhindert werden. Polizei, Justiz, Bildungseinrichtungen und Jugendämter sollten von der Politik verbesserte Möglichkeiten an die Hand bekommen, um dieser wichtigen Aufgabe gerecht werden zu können.

„Die Ermittler brauchen die Vorratsdatenspeicherung, denn Datenschutz darf nicht zum Täterschutz werden. Fachwissen und Qualitässicherung für die Familiengerichte ist ebenso wichtig, wie eine ständige Fortbildung der Mitarbeiter in den Jugendämtern“, fordert Groß.  Die Personalausstattung in den Jugendämtern und der Betreuungsschlüssel in den Kindereinrichtungen sei zu verbessern, ebenso die notwendige Vernetzung und Kommunikation zwischen Kindereinrichtungen, Schulen, Jugendämtern, Gerichten und der Polizei, so die Forderung der Frauen Union.

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