„Thüringen-Monitor 2020″: Wie die Akzeptanz der Corona-Politik ist

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Erfurt/Gotha (red, 10. April). Der Thüringen-Monitor für das Jahr 2020 hat sich der politischen Kultur in Pandemiezeiten gewidmet.

Die von der Thüringer Staatskanzlei in Auftrag gegebene Untersuchung basiert auf einer repräsentativen telefonischen Befragung von 1.110 wahlberechtigten Thüringern, die zwischen dem 3. September und 5. Oktober 2020 durchgeführt wurde.

Das Corona-Virus sah laut Studie eine deutliche Mehrheit von 72 Prozent der Befragten nicht als Gefahr für die eigene Gesundheit.

83 Prozent der Befragten hielten dennoch die Maskenpflicht und 74 Prozent die Kontaktbeschränkungen für sinnvoll. Schul- und Kitaschließungen sowie die Schließung von Läden und Restaurants wurden kritischer gesehen, aber dennoch von einer Mehrheit als sinnvoll bewertet. 70 Prozent der Befragten befürworteten zudem generell die Einschränkung von Grundrechten zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Allerdings äußerte auch ein nicht unerheblicher Anteil der Befragten Corona-skeptische Einstellungen: So hielten 35 Prozent „das Virus für nicht schlimmer als eine Grippe“. Ein beachtlicher Anteil von 43 Prozent gab an, dass sie ihren Gefühlen mehr vertrauen als Experten. Zudem bewertete eine knappe Mehrheit von 53 Prozent die Medienberichterstattung über das Corona-Virus als „stark übertrieben“.

Die Zusammenfassung im Wortlaut (PDF, 18 Seiten)

Hintergrundinfo:
Der jährlich von einem Team von Forscherinnen und Forschern der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Auftrag der Thüringer Staatskanzlei erhobene Thüringen-Monitor ist eine Studie zu den politischen Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger des Freistaats Thüringen – mit einem besonderen Fokus auf der Erforschung rechtsextremer Einstellungen, der Demokratieakzeptanz und -zufriedenheit sowie des Vertrauens in Institutionen. Die umfangreichen Daten der Thüringen-Monitore 2000-2020 gestatten dabei intensive wissenschaftliche Forschung auch unter anderem Blickwinkel, etwa Untersuchungen der Milieuforschung.

Vom Korn zum Brot e. V.

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