Hellmund (SPD): „Mindestlohn macht Mut“

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12 Euro die Stunde sollen es werden. Foto: Rainer Aschenbrenner

Waltershausen (red/13. Februar). Bereits nach weniger als 100 Tagen im Amt hat die SPD-geführte Bundesregierung einen Gesetzentwurf zur Anhebung des Mindestlohns vorgelegt.

Das bedeute vor allem auch für viele Thüringer Beschäftigte ein deutliches Plus im Geldbeutel, was dringend gebraucht werde, erklärte der Vorsitzende der Waltershäuser SPD, Andreas Hellmund, und führt aus:

„Auch über dreißig Jahre nach der Wiedervereinigung zeigt sich ein deutliches Lohngefälle zwischen den neuen und alten Bundesländern. Noch immer arbeiten überdurchschnittlich viele Beschäftigte in Thüringen im unteren Entgeltbereich. Das gilt besonders für Menschen, die in Branchen arbeiten, in denen die Tarifbindung gering ist, etwa in der Gastronomie, Gebäudereinigung oder im Einzelhandel. Mit der Anhebung des Mindestlohns verbessert die Bundesregierung nachhaltig die Arbeits- und damit auch die Lebensbedingungen in Thüringen.“

Die Anhebung des Mindestlohns sei die größte Lohnerhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik. 6,2 Mio. Beschäftigte werden ab dem 1. Oktober mehr Geld verdienen. Besonders Ostdeutsche und Frauen erhielten oft nur Mindestlohn. Sie würden am meisten profitieren.

Neben einer angemessenen Bezahlung nehme die Waltershäuser SPD auch die Arbeitszeiten in den Blick. Den Gedankenspielen von CDU und FDP, die beiden arbeitsfreien Samstage im Monat abzuschaffen, erteilte Hellmund eine klare Absage:

„Gerade in der Corona-Krise haben die Beschäftigten im Handel gezeigt, wie unverzichtbar ihre Arbeit für unsere Gesellschaft ist. Ihnen jetzt aus Gründen des Profits die arbeitsfreien Wochenenden streichen zu wollen, ist blanker Hohn. Mit der SPD wird es keine Veränderung zulasten der Beschäftigten geben.“

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