Russland und die Ukraine im Fokus – Außenhandel und Bevölkerung in Thüringen

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TLS schlüsselt Ex- und Importe aus und nach Thüringen mit der Ukraine und Russland auf. Symbolbild. BlickPixel/Michael Schwarzenberger/Pixabay

Erfurt (red/TLS, 26. Februar). Anlässlich der Situation in der Ukraine warf das Thüringer Landesamt für Statistik (TLS) einen Blick auf die Bevölkerungsdaten und die wirtschaftlichen Beziehungen Thüringens mit Russland und der Ukraine.

Außenhandel
2021 wurden Waren im Wert von 387,2 Millionen Euro von Thüringen in die Russische Föderation exportiert (+37,6 % zu 2020). Damit lag Russland auf dem 15. Rang der Exportländer Thüringens. 2,3 % der Thüringer Exporte entfielen auf Russland. Die wichtigsten Warengruppen waren Kraftwagen und Kraftwagenteile (im Wert von 105,0 Millionen Euro), Maschinen (48,4 Millionen Euro) sowie pharmazeutische und ähnliche Erzeugnisse (40,3 Millionen Euro).

2021 wurden Waren im Wert von 74,1 Millionen Euro aus Russland nach Thüringen eingeführt, womit Russland an 30. Stelle der Importländer stand und für 0,5 % der Importe Thüringens sorgte. Besonders gefragt in Thüringen waren chemische Erzeugnisse (23,0 Millionen Euro), Glas und Glaswaren, Keramik, Steine und Erden (17,6 Millionen Euro) sowie Metalle (13,8 Millionen Euro) aus Russland.

In die Ukraine wurden 2021 Thüringer Waren im Wert von 60,4 Millionen Euro ausgeführt (+14,2 % zu 2020) und bedeutete den 41. Rang der Thüringer Exportländer. Die wichtigsten Warengruppen waren Maschinen (im Wert von 15,5 Millionen Euro),
Kraftwagen und Kraftwagenteile (7,4 Millionen Euro) sowie pharmazeutische und ähnliche Erzeugnisse (6,5 Millionen Euro).

Die Einfuhr von Waren aus der Ukraine nach Thüringen erreichte 2021 einen Wert von 34,2 Millionen Euro, was einem Rückgang um 1,5 Prozent gegenüber 2020 entsprach. Damit lag die Ukraine auf Platz 42 der Importländer Thüringens. Die begehrtesten Warengruppen waren Maschinen (19,7 Millionen Euro), Metalle (3,3 Millionen Euro) sowie sonstige Fahrzeuge (2,9 Millionen Euro). 0,4 % der Thüringer Exporte und 0,3 % der Importe entfielen auf die Ukraine.

Ende 2021 lebten nach Angaben des Ausländerzentralregisters (AZR) 4.435 Personen aus der Russischen Föderation und 2.660 Personen aus der Ukraine in Thüringen.

Bei beiden Staatsangehörigkeiten waren darunter fast zwei Drittel Frauen (rund 61 %). Das Durchschnittsalter der ukrainischen Staatsangehörigen in Thüringen lag mit 41,0 Jahren etwas über dem der russischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger (37,5 Jahre).

Die in Thüringen wohnhaften Frauen und Männer aus der Russischen Föderation wiesen eine durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Deutschland von 11,5 Jahren auf. Bei den ukrainischen Staatsangehörigen waren es Ende 2020 im Schnitt 10,8 Jahre.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer aller Ausländerinnen und Ausländer in Thüringen betrug zum selben Zeitpunkt insgesamt 7,1 Jahre.

Nach Kreisen betrachtet lebten in Thüringen am 31.12.2020 die meisten Russinnen und Russen in der kreisfreien Stadt Erfurt, und zwar 910 Personen und damit ein Fünftel der russischen Bevölkerung Thüringens. Darauf folgten die Stadt Jena mit 570 Personen (12,8 %) und der Ilm-Kreis mit 370 Personen (8,3 %). Die wenigsten Russinnen und Russen lebten im Landkreis Sömmerda (50 Personen; 1,2 %).

Bei den Ukrainerinnen und Ukrainern in Thüringen verhielt es sich ähnlich. Die meisten von ihnen lebten in der kreisfreien Stadt Erfurt; mit 565 Personen war es auch hier jeder 5. ukrainische Staatsangehörige Thüringens. Auf dem 2. Rang folgte die Stadt Jena mit 500 Personen (18,9 %) und an 3. Stelle die Stadt Weimar mit 145 Personen (5,5 %). Die wenigsten ukrainischen Staatsangehörigen lebten im Landkreis Hildburghausen (30 Personen; 1,1 %).

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