Rockets unterliegen gegen Ludwigsburg

Die Raketen mussten sich am 24. Spieltag gegen den Tabellendritten, die MHP Riesen Ludwigsburg, mit 89:72 geschlagen geben.

Gleich von Beginn an entwickelte sich eine schnelle und intensive Partie, die Raketen versuchten, die Gäste zu Fehlern zu zwingen. Neuzugang Jerome Randle steuerte nach wenigen Minuten seine ersten beiden Punkte bei. Vor allem Rakete Retin Obasohan präsentierte sich als ständiger Unruhestifter in der Offensive der Ludwigsburger und eroberte mehrfach den Ball. Mit der Zeit fanden die Schwaben jedoch immer besser in die Partie, übernahmen das Zepter des Handelns und bauten ihre Führung kontinuierlich aus. Die Raketen dagegen hatten mit Ladehemmungen in der Offensive zu kämpfen und verloren zudem gegen die enge Verteidigung der Ludwigsburger mehrfach den Ball.
Die 2400 Zuschauer sahen auch im zweiten Spielabschnitt eine sehr effiziente Gästemannschaft. Der erste Dreier auf Seiten der Gastgeber fand erst spät durch Retin Obasohan seinen Weg ins Ziel. Die Rockets kamen vor der Halbzeitsirene wieder besser in die Partie und holten Punkt für Punkt auf. Die Riesen zeigten sich beeindruckt vom Kampfeswillen der Raketen und wussten in dieser Phase nur wenig dagegenzusetzen, sodass es mit einem relativ knappen 33:40 in die Kabinen ging.
In der zweiten Halbzeit hielt das Team von Head Coach Ivan Pavic den Abstand für einige Zeit konstant, endlich fielen auch die wichtigen Dreipunktewürfe bei den Raketen. Doch Ludwigsburg zeigte alsbald seine ganze Klasse und zog mit mehreren erfolgreichen Dreiern wieder davon. Insgesamt trafen die Riesen überragende 60 Prozent ihrer Würfe vom Perimeter und machten so den Unterschied deutlich. „Es hat uns sehr geholfen, dass wir in
der zweiten Halbzeit so gut von draußen getroffen haben,“ zeigte sich Head Coach John Patrick zufrieden mit der starken Wurfquote. Patrick zollte aber dem Gegner auch Respekt: „Die Rockets sind immer wieder zurückgekommen.“

Vor allem der gerade einmal 19-jährige Ferdinand Zylka zeigte in der zweiten Halbzeit einige sehenswerte Aktionen in der Offensive. Jedoch blieb die Fehlerquote der Hausherren weiterhin deutlich zu hoch. Aus diesem Grund gelang es den Raketen nicht, den Abstand noch einmal zu verkleinern. „Wir haben zu oft den Ball verloren. Dadurch haben wir uns selbst das Leben schwer gemacht und den Gegner immer wieder bestärkt,“ ärgerte sich Andreas Obst nach Spielende.

Beste Werfer bei den Rockets waren Sava Lesic (16 Punkte/4 Rebounds), Jerome Randle (16 Punkte/3 Assists/3 Rebounds) und Retin Obasohan (12 Punkte/4 Assists/5 Rebounds).
Head Coach Ivan Pavic bilanzierte nach Spielende: „Glückwunsch an John und seine Mannschaft. Sie haben es geschafft, uns zu sehr vielen Ballverlusten zu zwingen, die teilweise hanebüchen waren. Wir haben in der ersten Halbzeit viele einfache Körbe gestattet. Wenn man auf die Statistiken schaut, haben wir 23 Ballverluste und 15 Assists, Johns Team dagegen hat 26 Assists und nur 14 Turnover – das genaue Gegenteil. Das macht den Unterschied aus. Ich denke, wir haben bei den Rebounds gut dagegengehalten. Wir sind ein paar Mal gut zurückgekommen. Wir müssen definitiv an unserer Abstimmung arbeiten und dann mit einer konzentrierten Leistung gegen Frankfurt und den MBC auftreten.“

The Londoner - Gotha

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