10.000 Pflanzungen im Landeswald

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Die Frühjahrspflanzungen in den Wäldern des Thüringer Forstamtes Finsterbergen haben begonnen. Allein im Landeswald werden in den nächsten Wochen rund 10.000 Buchen, Ahorne, Ulmen und Fichten durch die Forstarbeiter in den Waldboden gebracht.

Und dies, obwohl das naturnah wirtschaftende Forstamt mit seinen Naturverjüngungsverfahren über 80 % der Walderneuerung tätigt. Egal ob im Wald oder im heimischen Garten ein Baum oder Strauch gepflanzt werden soll, die Grünröcke geben einige wichtige Tipps. Am Wichtigsten: nur eine hochwertige und vor allem frische Pflanzgutqualität möglichst vom Händler des Vertrauens sollte gekauft werden. Speziell in diesem Fall ist oft genug billig am Schluss teuer. Nach dem Check der Pflanzen auf mögliche Verletzungen erfolgt wo nötig ein dosiertes Wurzelschneiden. „Dies ist besser als zu große Seitenwurzeln durch Umbiegen und Stauchen in ein Pflanzloch einzubringen“, so der Leiter des Forstamtes, Forstdirektor Dr. Horst Sproßmann.

Ebenfalls wichtig: Besser ein großes Pflanzloch als ein kleiner Pflanzspalt. Der Wurzel der Pflanze sollte genügend Raum zum Wachstum gegeben werden. Auch beim so genannten Festtreten mahnen die Förster für eine neue Sensibilität. Es wird nicht empfohlen, die Wurzel beim Festtreten mit der brachialen Gewalt des Schuhabsatzes in die Tiefe zu treten, weil dies das Wurzelwerk im Pflanzlochgrund deformiert. Im Gegenteil: Vorsichtig dosiert ohne Wurzelhalsverletzung die Pflanze im Boden mit dem Fußballen festigen. Während im Wald damit die Pflanzung beendet ist, sollten Bäume und Sträucher in Garten danach gut gegossen werden.

Ein großes, weit in die Tiefe reichendes Wurzelwerk ist die unentbehrliche Voraussetzung für stabile Wälder, aber auch stabile Einzelbäume im Vorgarten. Seit zwei Jahren verwenden deshalb die Waldarbeiter aus Finsterbergen statt der Haue verstärkt den motorgetriebenen Pflanzlochbohrer – damit die jungen Bäumchen bei größter Sorgfalt mit größtem Komfort in den teils steinigen Waldboden kommen.

Publiziert: 31. März 2011, 13.21 Uhr

H&H Makler