Neuwahlen zum Landesvorstand und Zukunft der Tageszeitungen in Thüringen

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Sie wolle die journalistische Kompetenz, vor allem im Lokalen, stärken, erklärte Inga Scholz, die neue Geschäftsführerin der Zeitungsgruppe Thüringen (ZGT), am Samstag beim Landesverbandstag des Deutschen Journalisten-Verbandes Thüringen in Jena.

In einer Diskussion über die Zukunft der Zeitung in Thüringen stellte sich die 37-Jährige den Fragen von knapp 40 Journalisten. Geld für Qualitätsoffensiven sei in der ZGT durchaus vorhanden, allerdings müssten erst Kostenverursacher identifiziert werden, um die nötigen finanziellen Mittel umzuschichten, denn: „Ich kann nicht mehr Geld ausgeben, als ich einnehme“, machte sie klar.

Auch Bezahlschranken im Internet und die Konzentration auf das Kerngeschäft sollen künftig dazu beitragen, die Titel der ZGT erfolgreich in die Zukunft zu führen. Dem DJV Thüringen bot sie eine Partnerschaft an, um den Herausforderungen künftiger Entwicklungen in der Branche gemeinsam zu begegnen.

Turnusgemäß wählte die Mitgliederversammlung am Samstag auch den neuen Landesvorstand. Anita Grasse, freie Journalistin aus Erfurt, wurde als Landesvorsitzende mit 29 von 31 Stimmen bestätigt. Auch ihre Stellvertreter Wolfgang Marr, der lange als Redakteur bei der Thüringer Allgemeine arbeitete, und Heidje Beutel, die als freie Journalistin beim mdr tätig ist, wurden mit großer Mehrheit im Amt bestätigt.

Für die beginnende Wahlperiode, die zwei Jahre dauert, will Anita Grasse vor allem die Verbandskommunikation und Mitgliedergewinnung weiter verbessern, um den DJV Thüringen auch in Zukunft als starken Partner in der Thüringer Medienlandschaft zu etablieren. „Der DJV Thüringen ist Netzwerk, Weiterbildungsspezialist, medienpolitischer Taktgeber und starker Partner bei Auseinandersetzungen für faire Tarife und Honorare. Für Journalisten sollte eine Mitgliedschaft selbstverständlich sein – im Sinne des Berufsstandes, aber vor allem auch aus ureigenem Interesse“, sagte sie überzeugt.

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