Alternative Erntetechniken kommen öfter zum Einsatz

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Der Einsatz hochproduktiver Forstspezialmaschinen ist aus der modernen Forstwirtschaft nicht mehr wegzudenken. Leider sind diese Boliden mit Gewichten bis über 30 Tonnen extrem schwer und können insbesondere nasse oder auch sensible Naturböden schädigen. Darauf macht das Thüringer Forstamt Finsterbergen aufmerksam und verweist gleichzeitig auf erfolgreiche Strategien zur Problembewältigung hin.

Verdichtete Waldböden kommen ihren physikalischen und ökologischen Funktionen nicht mehr ausreichend nach. „Deshalb werden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, mit denen sich der Bodendruck stark vermindern lässt und Schäden vorgebeugt werden können“, so der Leiter des Forstamtes, Forstdirektor Dr. Horst Sproßmann. Forstmaschinen mit bis zu acht Rädern, Breitreifen mit variablem Innendruck oder die Verwendung von Reifenbändern, gleichsam riesige Schneeketten, lassen den Bodendruck der Forstgiganten geringer werden.

Aber auch die Anlage von ausschließlich zu befahrenden Feinerschließungsnetzen, Astauflagen in den Rückegassen, vergleichbar einem befahrbaren Federbett, vor allem aber der Einsatz der Maschinen zur richtigen Zeit am richtigen Ort hilft deutlich: Denn speziell nasse Böden sind viel empfindlicher und sollten möglichst nicht befahren werden. Auch reagiert nicht jeder regennasse Boden gleich, grobe gesteinsreiche Waldböden etwa sind druckstabiler als feinporige Lehmböden. Leider lassen sich Bodenschäden durch Forstmaschinen nicht gänzlich verhindern. Deshalb werden im Forstamt Finsterbergen immer öfter alternative Erntetechniken wie etwa Seilkräne oder Rückepferde eingesetzt, die faktisch jegliche Bodenschäden unterbinden.


Publiziert am: 15.07.2011; 16:00

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