Bauschild-Enthüllung als Höhepunkt des Festakts geplant

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Ein halbes Jahrhundert jung wird die Regelschule „An der Fasanerie“ in Gräfentonna in diesem Jahr.

Den runden Geburtstag feiern Schüler, Lehrer und Eltern mit einer heute beginnenden Festwoche. Den Höhepunkt markiert die große Festveranstaltung in der Aula am Donnerstagnachmittag, 14. April.

In deren Rahmen erhält die Schule auch das vielleicht größte Geschenk: Im Beisein von Landrat Konrad Gießmann soll das Bauschild für die künftige Sport- und Mehrzweckhalle der Schule enthüllt werden. Sie wird als gemeinsames Projekt des Landkreises Gotha und der Gemeinde Tonna errichtet; rund 900.000 Euro sollen noch 2011 verbaut werden. Insgesamt wird das Projekt rund 2,2 Millionen Euro kosten. Neben dem offiziellen Teil kommt natürlich der Spaß für die Fünft- bis Zehntklässler nicht zu kurz: Schuldisco, Fußballwettkampf und Projekte lassen die Woche im Flug vergehen; auch die Ehemaligen sind zu zwei Wiedersehensterminen herzlich eingeladen.

Die Regelschule in Gräfentonna ist bereits aufgrund ihrer Geschichte eine Besonderheit: 1957 bis 1960 wurde die Einrichtung als Experimentalbau der TU Dresden nach schwedischem Vorbild errichtet. Sie gilt noch heute als mustergültiger Schulkomplex mit dreigeschossigem Haupthaus, Aula und großem Turnraum, der für Schüler und Lehrer ein großzügiges Raum- und Freiflächenangebot bereithält. Seit 1961 ruft hier die Glocke zum Unterricht. Bis 1989 firmierte die damals Polytechnische Oberschule unter dem Namen des Weltraumpioniers Juri Gagarin.

Von 1991 bis 1998 wurde das Ensemble als Grundschule genutzt, ehe schließlich hier die zentrale Regelschule für die Verwaltungsgemeinschaft Fahner Höhe eingerichtet wurde. Bis ins Jahr 2000 wurde der Schulstandort im Auftrag des Landkreises Gotha grundlegend saniert. Am 3. Mai 2005 endete für das denkmalgeschützte Haus schließlich die namenlose Zeit: Mit einem Festakt nahm die Schule den Namen des umgebenden Flurstücks an und trägt seither voller Stolz den Zusatz „An der Fasanerie“. Die Bezeichnung geht auf den Prinzen Wilhelm von Sachsen-Gotha-Altenburg zurück, der Ende des 18. Jahrhunderts hier eine Fasanenzucht anlegen ließ. Heute besuchen rund 150 Mädchen und Jungen die Regelschule in Gräfentonna.

Publiziert: 11. April 2011, 12.49 Uhr