Energiepolitik im Landkreis Gotha: Landrat Gießmann entpuppt sich als „Wolf im Schafspelz“!

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Zu den aktuellen Presseberichten über die atomstromfreie Bewirtschaftung kreiseigener Liegenschaften und der Schulen im Landkreis erklärt Steffen Fuchs, Landratskandidat für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Gotha:

„In Deutschland fallen jährlich über 400 Tonnen Atommüll an. Bis zum Jahr 2030 wird die Bundesrepublik mit insgesamt 24.000 Kubikmetern radioaktiven Mülls umgehen und die Frage beantworten müssen, wie und vor allem wo dieser für Mensch und Umwelt gefährliche Müll dauerhaft gelagert werden soll. Seit dem 1. Januar werden kreiseigene Liegenschaften und Schulen daher atomstromfrei mit Ökostrom versorgt. Diesen Beschluss hat der
Kreistag tatsächlich nach einer langen Kontroverse bereits im April 2011 beschlossen.

Verschwiegen wird dabei aber nur zu gerne die Rolle des Landrats, welcher den von der Gothaer Kreistagsfraktion SPD – Bündnis 90/Die Grünen eingebrachten Antrag vehement zu blockieren versucht und sich dabei auf veraltete europäische Rechtsprechung gestützt hat. Landrat Gießmann musste letztlich zurückrudern, da sich seine Position nicht mehr halten ließ“, stellt Kreistagsmitglied Fuchs klar.

„Das der Landrat sich jetzt als Vorreiter in Sachen Energiewende darstellt, ist daher umso verwunderlicher. Denn das Festhalten am Alten – eine seiner drei K, der Kontinuität scheint für Ihn die Maxime. Unter geänderten Rahmenbedingungen ist diese Anpassungsunfähigkeit jedoch keine Tugend! Das hat sich erneut in der Diskussion um den Truppenübungsplatz Ohrdruf gezeigt: Anstatt die zivilen und naturschutzfachlichen  Potentiale des Truppenübungsplatzes auszuschöpfen, wird lieber an den herkömmlichen militärischen Konzepten festgehalten. Solche künstlichen Verlängerungsmaßnahmen helfen dem Landkreis aber nicht weiter“, so Fuchs weiter.

„Wir werden die weiteren Schritte des Landrats zur Umsetzung der Energiewende im Landkreis daher weiter beobachten und konstruktiv begleiten. Noch immer fehlt es dem Landkreis zum Beispiel an einem schlüssigen Energiekonzept, welches Ökologie und Ökonomie durch Energieeinsparungen und mehr Effizienz in Einklang bringt“, so der Grüne Landratskandidat abschließend.

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