Gewerke im Kammerbezirk Erfurt haben Auftrieb

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Nach der Industrie hat auch das Handwerk im Kammerbezirk Erfurt eine positive Bilanz zum Konjunkturverlauf gezogen. Handwerkskammer-Präsident Stefan Lobenstein sprach am Montag von einer „sehr guten Geschäftslage“, die von einer immer breiteren Basis im Handwerk getragen werde. In der vergangenen Woche hatte bereits die Industrie- und Handelskammer Erfurt von einer Erholung der Konjunktur gesprochen.

Niedrige Arbeitslosenzahlen, niedrige Zinsen und steigende Löhne sowie ein wachsendes Zutrauen in die Stabilität der deutschen Wirtschaft bildeten für die Entwicklung des Handwerks hervorragende Bedingungen, sagte Lobenstein.

Problem Energiekosten

Die steigenden Energiekosten wirkten für Investitionen in die energetische Sanierung zwar wie ein Schwungrad. Energieintensive Betriebe, beispielsweise im Nahrungsmittelhandwerk, können die steigenden Kosten jedoch kaum kompensieren.

Die Beschäftigtenzahlen blieben auf einem hohen Niveau. Saisonbedingt erfolgte ein Personalaufbau vor allem im Bau- und Ausbaugewerbe. Aber auch im Nahrungsmittel-handwerk sowie in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf wurden Arbeitsplätze geschaffen.

Gute Auslastung und viele Aufträge

Die durchschnittliche Auftragsreichweite erhöhte sich gegenüber dem Vergleichsquartal 2012 von 6,7 auf 7,6 Wochen. Die Auslastung von über 80 Prozent bei jedem zweiten Betrieb verdeutliche nicht nur die hervorragende Auftragslage, sie lasse auch die Investitionsneigung wieder steigen. „Unsere Betriebe haben mehr Zutrauen in die Zukunft und denken daher auch eher an Investitionen“, sagte Lobenstein. Hinzu komme, dass nach Jahren der Investitionszurückhaltung jetzt vermehrt Investitionen in Maschinen und Anlagen getätigt werden.

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