Informationen zu Rehabilitationsmöglichkeiten

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Ein Beratungstag zu Rehabilitationsmöglichkeiten für Opfer von SED-Unrecht und staatlicher Willkür der DDR wird am Donnerstag, 11. Juli, im Landratsamt Gotha angeboten. Von 9 bis 12 sowie 13 bis 18 Uhr stehen Mitarbeiter der Beratungsinitiative der Caritas im Raum 207 zur Klärung von offenen Fragen zur Verfügung. Die Beratungsinitiative arbeitet im Auftrag der Thüringer Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Hildigund Neubert, und wird vom Thüringer Sozialministerium unterstützt. Wer nicht nach Gotha in die 18.-März-Str. 50 kommen kann, kann sich telefonisch unter 03621 214-129 an die Mitarbeiter wenden.

Ziel dieses Angebots ist es, allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich wohnortnah zu den Möglichkeiten der SED-Unrechtsbereinigungsgesetze und die daran geknüpften Entschädigungs- und Unterstützungsleistungen zu informieren. Dabei geht es um drei Schwerpunkte: die strafrechtliche Rehabilitierung zu rechtswidrigen Entscheidungen der DDR-Justiz und politisch motivierten Verurteilungen, die verwaltungsrechtliche Rehabilitierung, bspw. nach Eingriffen in Vermögenswerte, sowie die berufliche Rehabilitierung, die einen Nachteilsausgleich für politisch motivierte Schulverweise, Nichtzulassung zum Abitur oder Studium zulässt.

Anträge auf Rehabilitierung können noch bis zum 31. Dezember 2019 gestellt werden. Interessenten steht der Beratungstag ohne Voranmeldung offen. Darüber hinaus kann bei dieser Gelegenheit auch ein Antrag auf Akteneinsicht in die Unterlagen der Staatssicherheit bei der Bundesbeauftragten gestellt werden.

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