Der Ausbau der touristischen Infrastruktur trägt Früchte

0
1180

Keine Region in Thüringen hat 2012 so viele Übernachtungen gezählt wie der Landkreis Gotha: Insgesamt 916.811 Übernachtungen weist die Beherbergungsübersicht des Statistischen Landesamts aus.

„Und die berücksichtigt nur die Hotels, Pensionen und Beherbergungsbetriebe ab neun Betten“, betont Landrat Konrad Gießmann, dass der touristische Effekt dank der nicht enthaltenen zahlreichen kleineren Zimmervermietungen durchaus noch größer gewesen ist. Konkreter kann das auch Dr. Bettina Aschenbrenner, die Geschäftsführerin des Tourismusverbands Thüringer Wald / Gothaer Land e. V. nicht beziffern. Allerdings steht fest: Die Region zwischen Fahner´scher Höhe und Rennsteig hat damit ihren Spitzenplatz im Thüringenranking verteidigt und gegenüber 2011, als 909.557 Übernachtungen gezählt wurden, sogar noch ausgebaut.

Schwerpunkt Thüringer Wald – Residenzstadt legt zu

Spitzenreiter im Landkreis selbst ist die Stadt Friedrichroda: Dank des dortigen Ahorn Berghotels, mit rund 960 Gästebetten Thüringens größter Hotelbetrieb, kommt die Kurstadt auf 377.517 Übernachtungen – mehr als ein Drittel des gesamten Aufkommens. Auf Platz zwei folgt Tabarz mit den beiden Klinikstandorten und 187.861 Übernachtungen. Allerdings sind nicht allein die großen Einrichtungen entscheidend, macht Dr. Aschenbrenner klar: „Der Südkreis ist ein traditionell etabliertes, gut erschlossenes und homogenes Urlaubsgebiet mit kurzen Wegen zwischen Rennsteig und den Kulturstädten.“ Damit treffen die Hotels und Pensionen offenbar genau den Geschmack der Reisenden; schließlich entfallen 45 % aller Übernachtungen im Freistaat auf das Gebiet des Thüringer Waldes.

Gut aufgeholt hat mit 153.560 Übernachtungen die Residenzstadt Gotha im vergangenen Jahr. Die dortigen, von der Einführung einer Bettensteuer verschonten Hotels konnten damit eine deutliche Steigerung zum Vorjahr verzeichnen. 2011 wählten mit 145.866 noch rund knapp 8.000 Schlafgäste weniger ihr Nachtlager im Schatten des Friedensteins. Die steigende Resonanz in der Region schreibt Dr. Aschenbrenner auch den stetigen Bemühen der Kommunen und des Landkreises zu, die Investitionen in die touristische Infrastruktur – etwa beim Radwegebau oder Sehenswürdigkeiten – tätigen und Marketingkooperationen eingehen.

Inlandstrips bleiben heiß begehrt – Vermarktung angepasst

Einen weiteren interessanten Fakt liest die Verbandschefin aus den Zahlen: Touristische Ziele im Landkreis Gotha erfreuen sich vor allem bei Bundesbürgern großer Beliebtheit. Von den Gesamtübernachtungen entfallen 2012 lediglich 43.192 auf ausländische Gäste. Das ist zwar Platz eins für die Landkreise und rangiert gleich nach den kreisfreien Städten Weimar, Erfurt und Jena, zeigt allerdings, dass die Kernzielgruppe im eigenen Land zu finden ist. Darauf setzt der Tourismusverband mit intensiver Präsenz bei Messen in den neuen und alten Bundesländern. Werbemittel und Präsentationen werden zielgerichtet auf diese Gruppen zugeschnitten.

Der Tourismusverband Thüringer Wald / Gothaer Land wird für diesen Zweck institutionell vom Landkreis Gotha gefördert: Rund 62.500 Euro im Jahr stehen dafür zur Verfügung; hinzu kommen 24.000 Euro Projektmittel, mit deren Hilfe Publikationen, Messeauftritte und ähnliches kofinanziert werden.

Übernachtungen im Landkreis Gotha

H&H Makler