Sügida und Bündnis Zukunft Landkreis Gotha entlarven und zeigen was sie in Wirklichkeit sind: neonazistische und fremdenfeindliche Rattenfänger

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Fünf Mal in Folge demonstrierten in Suhl militante Neonazis aus dem Kameradschaftsspektrum, Rassisten und „besorgte Bürger“ Seite an Seite. Die einende Parole „Wir sind das Volk“ scheint als Bindeglied dieser heterogenen rechten Protestbewegung auszureichen. Gegendemonstranten, egal ob aus den liberalen und linken Parteien (SPD, Grüne, Piraten, Linke), Gewerkschaften, Vereinen und Verbänden, den Kirchen oder dem Antifa-Spektrum werden voller Hass als „Volksverräter“ bezeichnet. Die Presse, teilweise mit eigener Security unterwegs, wird als „Lügenpresse“ beschimpft.

Unterstützt werden die südthüringischen Neonazis nicht nur von lokalen AfD-Größen, sondern auch durch Personen und Organisationen aus dem Landkreis Gotha. Der NPD-Kreisverband Gotha und das „Bündnis Zukunft Landkreis Gotha“ um den militanten Neonazi Marco Zint mobilisieren ihre Anhänger nach Suhl. Ebenso wurden auf der ersten Sügida-Veranstaltung zwei Bewohner des „Gelben Hauses“ aus Ballstädt gesichtet. Thomas Wagner, Kopf der Rechtsrockband „SKD“ und Hauptverdächtiger des Überfalls auf eine Feier im Gemeindesaal von Ballstädt, sowie der aus Bad Langensalza stammenden Tony St., mutmaßlich ebenfalls an dem brutalem Überfall mit 10 Verletzten (2 davon schwerverletzt) beteiligt, sind in Suhl mit dabei. Vor dem Hintergrund dieser neuen Aktivitäten der Gothaer Neonazi-Szene ist es unverständlich, dass die Tatverdächtigen des Überfalls in Ballstädt noch nicht vor Gericht stehen. So lässt man ihnen Raum sich an volksverhetzenden Unternehmungen zu beteiligen. „Der Prozess ist überfällig, und muss endlich beginnen.“ fordert Scheringer-Wright.

Aktuelle Entwicklungen und Ausblick

Den zahlenmäßigen Höhepunkt erreichte die Bewegung Sügida wohl am 19. Januar. An ihrem zweiten Aufmarsch, beteiligten sich bis zu 1.000 Personen. Unter ihnen etwa 350 Personen aus der rechtsradikalen Szene. Seitdem sind die Zahlen rückläufig, annähernd konstant ist jedoch die Zahl der Personen die dem Neonazi-Spektrum zuzurechnen sind. Mit dem zahlenmäßigen Schrumpfen von Sügida geht also eine relative Steigerung des Neonazi-Anteils einher. Woche für Woche mit dabei Mitglieder des „Bündnis Zukunft Landkreis Gotha“.

Die für den 16.02. geplante Kundgebung mit anschließendem „Spaziergang“ sagten die Organisatoren von Sügida recht frühzeitig ab. Zur Begründung gaben sie auf facebook an, einem Verbot Seitens der Polizei (wegen Personalmangels) zuvorkommen zu wollen. Für den 23. Februar mobilisiert das Orgateam von Sügida wieder zu einer Kundgebung auf dem Platz der deutschen Einheit, mit anschließender Demonstration. Auch wenn es unwahrscheinlich scheint, dass die ursprünglichen Teilnehmerzahlen wieder erreicht werden, darf der Gegenprotest nicht nachlassen.

Daher möchte Scheringer-Wright alle Gothaerinnen und Gothaer dazu ermutigen sich an den Gegenprotesten zu beteiligen und die Suhler Zivilgesellschaft in ihrem Widerstand zu unterstützen. „Aber auch in unserem eigenen Landkreis sollten wir wachsam sein, und fremdenfeindlichen sowie neonazistischen Aktivitäten mutig entgegentreten“, so Scheringer-Wright. Dass dies notwendig ist, zeigt ein Flugblatt des „Bündnis Zukunft Landkreis Gotha“, in dem in Gotha für den 18.04.2015 zu einer Demonstration unter dem Motto „Überfremdung stoppen!“ aufgerufen wird. „Gegen diese Hassparole sind alle aufgefordert Gesicht zu zeigen und für Weltoffenheit einzutreten“ fordert Scheringer-Wright. In den nächsten Wochen werden dazu Vorbereitungstreffen stattfinden wozu alle Demokratinnen und Demokraten eingeladen sind.

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