Wo ganze Kerls gefragt sind …

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TABARZ. Am 14. April findet bundesweit der erste zentral organisierte „Jungen-Zukunftstag“ statt. Am „Boys’Day“ beteiligt sich auch die „Klinik am Rennsteig: Von 13 Uhr bis 17 Uhr gibt es zu jeder vollen Stunde eine Führung durchs Haus. „Durch den Wegfall des Zivildienstes stehen wir vor einigen Herausforderungen. Deshalb versuchen wir Jungs zu überzeugen, bei uns den neuen Freiwilligendienst, der ab Sommer 2011 angeboten wird, zu absolvieren oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)“ erklärt Otto Böttcher, Verwaltungsleiter der Klinik.

Sechs Bereiche werden vorgestellt, in denen ganze Kerls gefragt werden:

1     Küchenchef Ingolf Topf lässt  sich in Kasserollen und Bratpfannen gucken und lüftet so das gar nicht so  große Geheimnis, wie gesundes UND wohlschmeckendes Essen gekocht werden  kann. Vielleicht erzählt er auch ein wenig Seemannsgarn … Warum er das könnte,  sollte man den kühnen Kochlöffel-Schwinger selber fragen!

2     Heike Erben muss immer den Überblick  haben: Sie plant und organisiert den Aufenthalt der Patienten, die Belegung  der Klinik. Zudem ist sie zuständig für die Rezeption. Sie und ihre Kolleginnen  zeigen daher nicht nur, wie eine perfekte Begrüßung aussieht. Und weil auch  Jungs gute Manieren stehen, können sie sich die von den Höflichkeits-Profis  abschauen!

3     Dass sich Patienten eher wie  Gäste fühlen, dafür sorgt auch Jürgine Witschel. Sie und ihr Team bedient im  Restaurant und der Cafeteria der Klinik, die Patienten und deren Angehörigen  offen stehen.

4     Pflegedienstleiterin Diana  Brückner beantwortet alle Fragen, die ein künftiger Krankenpfleger haben  kann. Das ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, die viel Einfühlungsvermögen verlangt und bei der auf gar keinen Fall Langeweile  aufkommt.

5     Welche Vielfalt an Berufen in  einer Seniorenpflegeeinrichtung gefragt ist, erklärt Janet Wetzstein. Sie  leitet den „Rennsteigblick“ und kennt alle, die hier ihr Zuhause haben und auch jene, die sich ums Wohl der Bewohnerinnen und  Bewohner kümmern.

6     Hausmeister Frank Rhode erlaubt  einen Blick hinter die Kulissen und zeigt, was alles zu tun ist, damit so  eine Riesen-Klinik reibungslos funktioniert. Dafür reicht es jedenfalls  nicht, eine Bohrmaschine bedienen zu können oder den Rasenmäher …

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend will, dass beim „Boys’Day“ Jungs Berufe kennenlernen, in denen meist Frauen arbeiten. Entstanden ist der „Boys’Day“ ab 2002 zunächst an verschiedenen Orten: Personen oder Arbeitsgruppen hatten sich kritisch damit auseinander gesetzt, dass Jungs durch den „Girls’Day“ ungleich behandelt wurden. Es entstanden regionale Initiativen. So organisierten 2003 Mitarbeiterinnen des Frauenbüros und der Wirtschaftsförderung im Landkreis Holzminden einen der ersten „Girls und Boys Day“, bei dem man sich um Mädchen und Jungen gleichermaßen kümmerte.

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Publiziert: 4. April 2011, 16.08 Uhr