Blühstreifen an Gothas Straßen

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Gotha (red, 3. September). In der freien Landschaft kann man seit einigen Jahren breite Blühstreifen an den Äckern sehen. Diese Einsaaten werden von den Landwirten in Zusammenarbeit mit Fördermittelgebern realisiert. Die Blühstreifen dienen der Insektenwelt als Ergänzung der immer weniger werdenden Pflanzen zur Nahrungsaufnahme. Die Stadt Gotha hat sich das Anlegen von Blühflächen auf Grünflächen als verantwortungsvolle Aufgabe zum Ziel gesetzt.

Auf dem Weg zu diesem Ziel wurden bereits einige Maßnahmen ergriffen, um den im Stadtrat der Stadt Gotha gefassten Beschluss „Bienenfreundliche Stadt Gotha“ umzusetzen. So werden bereits jetzt einige städtische Flächen nicht mehr so häufig gemäht. Auch im kommenden Jahr wird die Pflege weiter extensiviert, um mehr Lebensraum für Insekten zu schaffen. Entlang fast aller Straßen wird der Grünstreifen dann zum Beispiel nur noch dreimal im Jahr gemäht. Einige große Flächen werden als Wiesen umgestaltet oder die Grünflächen werden auf natürliche Weise wieder reaktiviert. Durch die Reaktivierung dieser Flächen werden vorhandene Kräuter in den Grünflächen gefördert und durch zusätzlichen Anflug von Samen unterstützt.  Eine nachhaltige und schrittweise Veränderung kann dann auf diesen Flächen beobachtet werden.

Natürlich sind diese Wiesen keine Blumenwiesen, wie man es von den Samentüten aus dem Baumarkt kennt. Die Wiesenpflanzen haben meist kleine Blüten und dienen nicht nur den Bienen und Hummeln als Nahrungsquelle. Viele Schwebfliegen, Falter, Käfer und andere Insekten sind in solchen natürlichen Wiesen zu Hause. Um eine Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen zu erreichen, kann man „Mutter Natur“ ihre Arbeit tun lassen und nur unterstützend eingreifen. Dies soll mit einer geringen Mahdfolge geschehen.

Um nicht nur in der Stadt sondern auch am Stadtrand dieses Projekt umzusetzen, beabsichtigt die Stadt Gotha entlang der Ortseinfallstraßen beidseitig Blühstreifen in Zusammenarbeit mit den Landwirten anzulegen. Hierzu gibt es in der nächsten Zeit eine erste Gesprächsrunde mit Vertretern der landwirtschaftlichen Betriebe, um die Möglichkeiten solcher Umwandlungen von Ackerland in insektenfreundliche Blühstreifen zu erörtern.

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