2022 gab es in Thüringen 1.360 Einbürgerungen

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Symbolbild: stokpic auf Pixabay

Landesamt für Statistik: 1.360 Einbürgerungen in Thüringen im Jahr 2022 – Steigerung um knapp 60 % im Vergleich zum Vorjahr

Erfurt/Gotha (red, 9. Mai). Im Verlauf des Jahres 2022 erlangten in Thüringen 1.360 ausländische Personen (805 Männer und 550 Frauen) durch Einbürgerung die deutsche Staatsangehörigkeit. Dies ist nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik (TLS) der höchste Wert seit dem Jahr 2000.

Gegenüber dem Vorjahr, in dem 850 Einbürgerungen registriert wurden, stellt dies eine Steigerung um 505 Einbürgerungen bzw. 59,6 % dar. Der Anstieg bei den Einbürgerungen geht vor allem auf die deutlich gestiegene Zahl von Einbürgerungen syrischer Staatsangehöriger zurück.

Die Einbürgerung erfolgte bei 925 Personen (68,0 %) mit asiatischer Staatsangehörigkeit, bei 305 Personen (22,5 %) aus europäischer, bei 70 Personen (5,0 %) aus afrikanischer und bei 30 Personen (2,1 %) aus amerikanischer Staatsangehörigkeit. Weitere 35 Personen (2,4 %) kamen aus den übrigen Ländern, waren staatenlos oder die Staatsangehörigkeit war nicht bekannt.

Während die Einbürgerungszahlen im Vergleich zum Vorjahr bei den Personen aus europäischen, amerikanischen oder afrikanischen Staaten nahezu konstant blieben, war vor allem bei den asiatischen Staaten eine deutliche Zunahme erkennbar (+ 480 Personen; +107,4 %).

Untergliedert nach Staatsangehörigkeiten stellten die Syrerinnen und Syrer mit 685 Personen die größte Gruppe dar. Dies waren 440 Personen mehr (+175,9 %) als 2021 (250 Einbürgerungen). An 2. Stelle standen die Ukrainerinnen und Ukrainer mit 70 eingebürgerten Personen und an 3. Stelle kamen die afghanischen Staatsangehörigen mit 60 Einbürgerungen.

Von den im Jahr 2022 in Thüringen eingebürgerten Personen waren 325 bzw. 24,1 % unter 18 Jahren alt (2021: 195 Personen bzw. 23,1 %). Der Großteil mit 885 Personen bzw. 65,3 % war im Alter von 18 bis unter 45 Jahren (2021: 525 Personen bzw. 61,8 %). In der Altersgruppe der 45- bis unter 60-Jährigen ließen sich 120 Personen einbürgern, was einem Anteil von 8,7 % entspricht (2021: 100 Personen bzw. 11,9 %). 25 Personen bzw. 1,9 % waren bereits 60 Jahre und älter (2021: 25 Personen bzw. 3,2 %). Der Anstieg bei den Personen unter 45 Jahren ist fast ausschließlich auf den Anstieg der Einbürgerung von syrischen Staatsangehörigen zurückzuführen. Rund 95,6 % der 2022 in Thüringen eingebürgerten Syrerinnen und Syrer waren jünger als 45 Jahre.

Zum Zeitpunkt der Einbürgerung lebten 2022 880 Personen noch keine 8 Jahre in Deutschland. Dies entspricht einem Anteil von 64,7 % an allen Einbürgerungen. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies eine Steigerung um 475 Fälle bzw. 117,3 % dar. 310 Personen (22,9 %) hielten sich zum Zeitpunkt der Einbürgerung 8 bis 14 Jahre in Deutschland auf (2021: 290 Einbürgerungen) und 170 Personen (12,4 %) lebten bereits 15 oder mehr Jahre in diesem Land (2021: 155 Einbürgerungen). Der Anstieg bei den Einbürgerungen mit weniger als 8 Jahren Aufenthaltsdauer ist wiederum fast ausschließlich auf den Anstieg der Einbürgerung von syrischen Staatsangehörigen zurückzuführen. Bei rund 92,1 % der Einbürgerungen von Syrerinnen und Syrern lebten die Personen noch keine 8 Jahre in Deutschland.

Zum Zeitpunkt ihrer Einbürgerung hatten 180 Personen ihren Wohnsitz in der kreisfreien Stadt Erfurt, gefolgt von den Landkreisen Ilm-Kreis und Eichsfeld mit jeweils 125 Personen. Die wenigsten Einbürgerungen gab es im Landkreis Hildburghausen (5 Personen), gefolgt vom Saale-Holzland- Kreis und der kreisfreien Stadt Suhl mit 15 Personen.

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