Blue Volleys in Dresden: Sieg war schwerer als erwartet

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Ein hart erkämpfter Sieg der Kontrahenten . Foto: Pixabay

Gotha (red/wm, 1. März). Bei ihrem 3:1- (26;-23;22;15) Sieg beim VC Dresden taten sich die Blue Volleys Gotha zunächst schwer, siegten am Ende dann aber doch sicher.

„Es waren schwer erkämpfte drei Punkte. Hätte Dresden den 3. Satz gewonnen, wäre es für uns hier sehr unangenehm geworden. Aber so hat sich die Mannschaft schön zurück gekämpft“, fasste Gothas Teammanagerin Gabi Fischer die Begegnung in der sächsischen Landeshauptstadt zusammen.

Der Gothaer Bundesligist hatte im Verlauf der vergangenen Woche gleich zwei Hiobsbotschaften zu verkraften. Trainer Jonas Kronseder wurde positiv auf Covid-19 getestet, ihm geht es aber den Umständen entsprechend gut. Auch Co-Trainer Florian Fischer musste in Quarantäne, weil es in seiner Familie einen positiv getesteten Fall gab.

Zum Glück waren nach dem Doppelspieltag  am Wochenende die ersten drei Wochentage trainingsfrei, so dass es keinen Kontakt zur Mannschaft gab. Sie wurde neben der obligatorischen Testung am Freitagabend kurz vor dem Spiel in Dresden nochmals mit negativen Befund getestet, so dass die Begegnung stattfinden konnte.

Und so wurde aus dem Trainerhospitanten Christian Schumann kurzfristig der Chef an der Seitenlinie.

Der musste im 1. Satz eine anfangs von beiden Seiten zerfahrene Partie erleben. Zur Satzmitte hin schien es dann, als ob die Thüringer das Spiel in den Griff bekämen. 18:14 lag man da vorn.

Dann aber häuften sich die Fehler in Gothas Annahme, als Dresdens Kapitän Schneider beim Aufschlag war.

Aber auch danach war man diesbezüglich nicht fehlerfrei. Die Gastgeber glichen aus und hatten beim 24:22 die ersten beiden Satzbälle und danach beim 25:24 und 26:25 zwei weitere. All diese wehrten die Blue Volleys erfolgreich ab und am Ende waren es zweimal Erik Niederlücke mit einem Angriff und einem Aufschlagass und zum Abschluss ein Block, die Gotha letztlich den Satzgewinn bescherten.

Doch auch im 2. Satz zog keine richtige Sicherheit in das Spiel der Thüringer ein. Die Dresdner kamen gut erholt aus der Satzpause und gingen von Beginn an in Führung. Diese Führung behaupteten die Hausherren auch danach, weil sie in vielen Aktionen jetzt handlungsschneller wirkten, während man den Blue Volleys die hohe Belastung der letzten Wochen anmerkte – zudem standen mit Christoph Aßmann, Patrick Kummer und Len Spankowski gleich drei Spieler nicht zur Verfügung. Auch die Wechsel von Hannes Maisch für Anselm Rein im Zuspiel und Elias Landsmann für Robert Werner auf Außen/Annahme änderten daran wenig. Die Schwächephase der Gothaer nutzten die Gastgeber, die aus einer guten Annahme und Feldabwehr heraus mit ihren Angriffen immer wieder durchkamen. Mit 25:23 glich der VC Dresden aus.

Im folgenden Abschnitt waren es wieder die Sachsen, die besser starteten. Bei den Blue Volleys lief jetzt fast gar nichts mehr zusammen. 10:3 lag Dresden vorn und man musste auf Gothaer Seite das Schlimmste befürchten – auch, weil der eigene Angriff in dieser Phase nahezu ohne Wirkung war.

Es spricht für die gute Moral der Blue Volleys, dass man sich danach am eigenen Schopf aus diesem spielerischen Morast herauszog. Gefährliche Aufschläge von Landsmann brachten erste Entlastung. Langsam kämpften sich die Gäste von 7:14 bis auf 13:15 heran.

Mit stärker werdenden Gothaern häuften sich nun auf Dresdner Seite die Fehler. Bestes Beispiel: Gothas Mittelblocker Felix Lesche nutzte die komplette Verwirrung in der Dresdner Blockreihe und glich mit einem einfachen Leger zum 17:17 aus.

Als dann noch Landsmann einen langen Ballwechsel mit seinem Angriff zur 20:18-Führung abschloss, hatte das Spiel die entscheidende Wendung genommen. Mit 25:22 holten sich die Gothaer diesen eigentlich schon verloren geglaubten Satz und hatten den Widerstand der Hausherren damit endgültig gebrochen.

Im 4. Abschnitt waren die Blue Volleys dann Chef im Ring. Begünstigt auch dadurch, dass die Gastgeber sich mit etlichen Diskussionen mit dem Schiedsrichtergespann selbst schadeten. Noch sichtlich beeindruckt vom Comeback der Gäste im vorherigen Satz, lief bei ihnen immer weniger, während auf Gothaer Seite Yann Böhme heiß lief.  Seinen wuchtigen Angriffen hatten die Dresdner nun nichts mehr entgegen zu setzen. Und so konnte Schumann in der Schlussphase sogar Bruno Bogatzki, der in dieser Saison eigentlich zum Regionalligateam des VC Gotha gehört, noch Einsatzzeit geben.

Mit 25:15 sicherten sich die Blue Volleys den 4. Satz und konnten dank einer tollen Energieleistung in den Schlusssätzen die erhofften drei Punkte aus dem Nachbarland mit nach Hause nehmen.

Als MVP wurden bei den Hausherren deren Libero Martin Kroß (Silber) und bei den Blue Volleys Yann Böhme (Gold) ausgezeichnet.

 

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