Das Jubeln junger Judokas

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Die U14 Mädchenmannschaft der KG FSV 1950 Gotha/KOGATAN Bad Salzungen und die U14 Jungenmannschaft des FSV 1950 Gotha belegen beim Bundesfinale des Deutschen Jugendpokals einen hervorragenden siebten Platz. Der FSV 1950 Gotha ist somit auch der einzige Mitteldeutsche Verein, der sich unter den Top-10 platzieren konnte. Foto: Privat

Was für eine Atmosphäre in der Senftenberger Niederlausitzhalle. Fast 60 Mannschaften aus ganz Deutschland kämpften am vergangenen Samstag um den Deutschen Jugendpokal, der Mannschaftsmeisterschaft des Deutschen Judobundes. In den Landesausscheiden mussten sich die Teams, die aus fünf Gewichtsklassen, mit maximal zehn Kämpfern bestehen, qualifizieren. Das schafften auch zwei Gothaer Mannschaften. In der weiblichen U14 ging eine Kampfgemeinschaft (KG) aus sieben Gothaer Kämpferinnen und einer Kämpferin vom Kogatan Bad Salzungen an den Start. In der männlichen U14 Konkurrenz stellte der FSV 1950 Gotha ein achtköpfiges Team auf.

Beide Mannschaften traf ein schweres Vorrundenlos. Während die Mädchen auf den starken PSV Olympia Berlin trafen, hatten die Jungen es mit dem Hausherren ASAHI Spremberg zu tun. Beide Partien gingen mit 4:1 an die Gothaer. In Runde zwei warteten vermeintlich lösbare Aufgaben, doch wer den Jugendpokal kennt weiß, man kann sich auch ganz schnell gehörig verrechnen. Mit einem 2:3 gegen Nürnberg für die Mädchen und einem 1:4 gegen Ansbach für die Jungen, war das Aus in der Hauptrunde besiegelt. Beide Gegner waren die Vizemeister des Bayrischen Landesausscheids. Nun musste man über die Trostrunde gehen, um noch in Medaillennähe zu kommen. Mit Siegen gegen PSV Rostock (4:1), VFK Rostock (3:2) und Witten (3:2) kämpften sich die Mädchen durch die Trostrunde. Die Gothaer Jungen zogen mit ihren Vereinskameradinnen gleich, sie siegten gegen Hildesheim (3:2), Rodewisch (3:2) und UJKC Potsdam (3:2). Gegen die favorisierten Potsdamer holten die Jungen einen famosen Sieg. Sie drehten einen 0:2 Rückstand und sorgten damit für lange Gesichter bei den Brandenburgern.

Gegen den späteren Bronzemedaillengewinner SC Bushido Berlin unterliegt das Jungenteam dagegen knapp mit 2:3. Am Mattenrand wurde nach dem famosen Sieg gegen den UJKC Potsdam und während dem knappen Kampf gegen SC Bushido auf Berliner Seite gerätselt: „Wer sind die denn, wo kommen die verdammt nochmal überhaupt her?“ Aus Gothaer Reihen kam prompt die Antwort: „Wir sind es, der FSV 1950 Gotha aus Thüringen. Bitte notieren!“

Für die Mädchen war gegen die KG JC Wiesbaden/TSG Nord Schluss. In einem ebenso knappen Duell unterlagen sie dem hessischen Vizemeister mit 2:3. Beide Gothaer Mannschaften belegen somit im Duett Platz Sieben in einer wahnsinnig starken Spitzengruppe. Der FSV 1950 Gotha ist somit auch der einzige Mitteldeutsche Verein, der sich unter den Top-10 platzieren konnte.

Das Bundesfinale der Jungen gewinnt am Ende KIM CHI Wiesbaden gegen RSV Eintracht Brandenburg. Der UJKC Potsdam holt zum dritten Mal in Folge den Pokal bei den Mädchen. Souverän setzt sich die KG UJKC Potsdam/Budokan Brandenburg mit einem 5:0 im Finale gegen die KG KIM CHI Wiesbaden/TuS Griesheim durch.

 

U14 Mannschaft männlich:
Mattis Faulstich, Rene Stichling (- 37 kg); Björn Voß, Fred Böhm (- 42 kg); William-Matthew Menger (- 48 kg); Kevin Bakseev, Valentin Pahlke, (- 55 kg), Marc Eric Lehmann (+ 55 kg)

U14 Mannschaft weiblich:
Sophie Stichling, Nelly Giebler (- 38 kg); Tina Schuchhardt (-44 kg); Aisha Arnold, Aikaterina Ntemirtsian, Josephine Bastek (- 50 kg); Eileen Bastek (- 57 kg); Lea Ackermann (+ 57 kg)

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