Sagenhafte Siegesserie

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Der Meister gab sich bei den Blue Volleys keine Blöße. Foto: JeppeSmedNielsen/Pixabay

Gotha (red/wm, 3. April). Die Gothaer 2. Bundesliga-Volleyballer konnten den Aufwärtstrend der letzten Spiele bestätigen und gewannen das Heimspiel gegen den Tabellenfünften TSV Mimmenhausen mit 3:2 (15; 22; -20; -19; 11).

Mit diesem hart erkämpften Erfolg beendeten die Blue Volleys gleichzeitig im vierten Anlauf die Serie siegloser Heimspiele gegen Mimmenhausen.

Seinem Vorhaben treu bleibend, in den letzten Saisonspielen in der Startaufstellung zu rotieren, schickte Trainer Jonas Kronseder diesmal Jannis Hopt und Erik Niederlücke auf Außen in die Partie. Neben diesen beiden begannen Mikael Clegg im Zuspiel, Yann Böhme diagonal, Felix Lesche und Tomasz Gorski in der Mitte und Max Stückrad als Libero.

Die Gothaer legten gleich sehr motiviert los. Hopt sorgte mit starken Aufschlägen für eine schnelle 4:0-Führung, wobei ihm früh zwei Asse gelangen. Auch in der Folge bestimmten die Blue Volleys das Geschehen auf dem Spielfeld, wobei besonders druckvolle Aufschläge und ein massiver Block gegen die nach der langen Anfahrt etwas müde wirkende Gäste Wirkung erzielten. Aus einer sicheren Annahme heraus konnte Clegg das Gothaer Spiel aufziehen. So sahen die Zuschauer eine stark spielende Heimmannschaft und viele sehenswerte Angriffe aus allen Positionen. Über die Stationen 12:4 und 17:9 stand am Ende ein deutlicher 25:15 Satzerfolg zu Buche.

Ein ganz ähnliches Bild im folgenden Abschnitt. Wieder lagen die Gothaer schnell vorn und erneut hatten die Blue Volleys Vorteile beim Aufschlag und im Block. Eine schnelle 7:1-Führung der Hausherren konnten die Mimmenhausener danach zwar verkürzen, eine eigene Führung gelang ihnen aber auch in diesem Satz nie. Mit einem variablen Aufbauspiel, in das alle Angreifer einbezogen waren, behielten die Blue Volleys stets die Spielkontrolle. Standesgemäß mit einem Block beendeten sie den 2. Satz zum 25:22. Vieles schien da auf einen schnellen 3:0-Sieg der Gastgeber hinzudeuten.

Doch da hatte man die Rechnung ohne den Gegner aus dem Süden der Republik gemacht. Zwar eröffneten die Gastgeber mit einem gewaltigen Pipeangriff von Hopt den Satz, der seine Aufstellung mit einem starken Auftritt rechtfertigte. Kurz danach lagen dann aber die Gäste beim 4:3 erstmals im Spiel in Front und waren spätestens da in der Begegnung angekommen.

Eine absolute Schrecksekunde dann wenig später: Jonas Hoffmann, Mimmenhausens guter Außenangreifer, war ohne Fremdverschulden bei einer Netzaktion umgeknickt und musste ausgewechselt werden. Wir wünschen ihm von dieser Stelle aus gute Besserung und schnelle Genesung!

In der Folge schien es jedoch so, als ob diese Situation die Gothaer mehr geschockt hatte als die Gäste. Denn die wurden immer besser, während den Hausherren jetzt mehr Fehler unterliefen. Die Annahme wurde ungenauer und auch Zuspieler Clegg unpräziser in seinen Aktionen. Im Gegenzug hatte sich der TSV jetzt viel besser auf die Gothaer Angreifer eingestellt und erwies sich immer stärker in der Feldverteidigung. Auch in deren Angriffsspiel gab es eine Umstellung und es lief jetzt auch mehr über die Mitte.

Wie leider nicht zum ersten Mal in dieser Saison konnten die Blue Volleys so eine bis dato souveräne Leistung nicht über die Ziellinie bringen und mussten den 3. Satz mit 20:25 abgeben.

Im 4. Abschnitt schienen die Gastgeber anfangs wieder zurück in der Spur zu sein. Hauptangreifer Böhme sorgte mit einem Hinterfeldangriff über den gegnerischen Block für das 1:0. Bei der 1. Technischen Auszeit lag man dann mit 8:5 vorn. Das Spiel war jetzt auf einem hohen Niveau, weil beide Teams mit tollen Aktionen glänzten. Dass der TSV noch um einen Platz auf dem Podium kämpft, wurde jetzt deutlich. Tolle Abwehraktionen – hier machte besonders Libero Johann Reusch, später auch MVP seiner Mannschaft, auf sich aufmerksam – und im Angriff auch immer wieder der Altinternationale Christian Pampel mit seiner ganzen Routine, trieben das Spiel der Gäste an. In dieser Phase fehlte es den Gothaern an der notwendigen Durchschlagskraft. Beim Stand von 10:14 aus Gothaer Sicht wechselte Kronseder deshalb Robert Werner für Niederlücke und etwas später im Zuspiel Hannes Maisch für Clegg ein.Doch Mimmenhausen behauptete die Führung hartnäckig und konnte auch diesen Satz mit 25:19 für sich entscheiden.

Und so musste der Tiebreak die letztliche Entscheidung bringen. In dem fanden die Blue Volleys zum Glück schnell zu ihren Stärken zurück. Beim Service wurde der Druck wieder erhöht, die Annahme stand stabil und auch in Block und Angriff steigerte man sich wieder. Beim 8:4 wechselten beide Mannschaften zum letzten Mal die Seiten und beim 11:5 schien die Entscheidung gefallen. Aber die Süddeutschen gaben sich noch nicht geschlagen, kämpften sich bis auf 10:12 heran. Dann war es Böhme, der mit einem erfolgreichen Hinterfeldangriff das wichtige 13:10 erzielte und wenig später auch den letzten Ball im Spiel zum 15:11 unterbrachte. Seine Punkte in dieser Schlussphase gaben sicherlich den Ausschlag zu seiner Wahl als MVP.

Weitgehend zufrieden mit seiner Mannschaft war auch Trainer Kronseder. „Ich denke, die Mannschaft hat eine gute Leistung gezeigt und sich mit dem ersten Heimsieg gegen Mimmenhausen selbst dafür belohnt.“ Ausdrücklich lobte er auch Jannis Hopt, der diesmal in der Startaufstellung stand, für dessen gute Leistung.

Auf die Blue Volleys warten jetzt noch ein Heimspiel am kommenden Sonnabend gegen die TGM Mainz-Gonsenheim und am 23. April das abschließende Spiel beim designierten Meister in Karlsruhe.

Blue Volleys Gotha mit: Werner, Böhme, Maisch, Clegg, Lesche, Gorski, Hopt, Niederlücke, Spankowski, Götze und Stückrad

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