Veranstalter streiten: Impfung als Voraussetzung für Konzertbesuche?

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Ohne Impfung keine Konzertkarten? Veranstalterszene ist gespalten. Foto: cottonbro/Pexels

Gotha (red, 4. Februar). „Wenn es genug Impfstoff gibt und jeder sich impfen lassen kann, dann sollten privatwirtschaftliche Veranstalter auch die Möglichkeit haben, eine Impfung zur Zugangsvoraussetzung für Veranstaltungen zu machen.“
Diese Aussage von Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg gegenüber der  „Wirtschaftswoche” sorgte gestern für Aufruhr.
Schulenberg setzte noch einen oben drauf: „Wir haben unsere Systeme so eingerichtet, dass sie auch Impfausweise lesen können.“
Laut „Wirtschaftswoche“ sei Eventim nun auch schon dazu übergegangen, die Vergabe von Impfterminen zu organisieren. Schulenburg mache klar, dass er sich solche Aktionen auch in anderen Bundesländern machen könne, weshalb man dazu schon in Verhandlungen sei. „Je schneller die Bevölkerung geimpft ist, desto schneller können auch Veranstaltungen wieder stattfinden“, wird der Unternehmenschef zitiert.

Die Meldung der „WiWo“ war kaum raus, da gab es heftigen Gegenwind aus der Branche: Stefan Schornstein, Geschäftsführer S-Promotion aus Schaafheim lehnte eine Impfpflicht für Konzertbesucher kategorisch ab: „Das verstößt klar gegen das im Grundgesetz verankerte Diskriminierungsverbot. Abgesehen davon ist die Forderung unrealistisch, da sich gerade zeigt, dass die Einlösung des Impfversprechens der Bundesregierung nicht zu erfüllen ist, weil Lieferzusagen der Anbieter nicht eingehalten werden können. Wir appellieren an die Verantwortlichen, Lösungen zur Wiederherstellung des Spielbetriebs zu finden, die allen Ticketkäufern die Möglichkeit geben, eine Veranstaltung zu besuchen, z. B. durch freiwillige Impfungen, Corona-Schnelltests, Maskenpflicht und die Einhaltung von Hygienevorschriften bei Veranstaltungen.
Der Vorstoß von Eventim geht in die völlig falsche Richtung. Wir distanzieren uns ganz klar von dieser absurden Idee und stellen ernsthaft die weitere Zusammenarbeit mit Ticketbetreibern, die solche Maßnahmen in Erwägung ziehen, in Frage.“  (Quelle)

MSB Kommunikation

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