Thüringer Tourismus 2021: 3,7 Mio. Übernachtungen weniger als 2019

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Die Steuer auf Betten für Touristen bleibt weiter umstritten. Foto: William Sun/Pexels

Erfurt (red/TLS, 24. Februar). 2021 wurden nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik in den Thüringer Beherbergungsstätten (mit 10 und mehr Betten) und auf Campingplätzen (ohne Dauercamping) 2,3 Millionen Gästeankünfte gezählt. Das waren 3,5 % weniger (82.000 Ankünfte) als 2020.

Die Zahl der Übernachtungen sank um 1,2 % auf rund 6,6 Millionen (77.000). Niedrigere Zahlen der Gästeankünfte und Übernachtungen wurden letztmalig im Jahr 1993
registriert.

Die Verweildauer pro Gast lag 2021 mit durchschnittlich 2,9 Tagen auf dem selben Niveau wie 2020. Die Zahl der ausländischen Gäste stieg 2021 mit einem Plus von 5,8 % leicht an. Gäste aus dem Ausland buchten 296.000 Übernachtungen (+18,6 %).

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes
stieg die Zahl der Gästeübernachtungen in Deutschland 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 % auf 310,3 Millionen. Davon entfielen 279,3 Millionen Übernachtungen auf Gäste aus dem Inland (+3,3 %) und 31 Millionen auf ausländische Gäste (3,1 %).


Allerdings ist d
er direkte Vergleich mit dem Vorjahr für die Darstellung der Entwicklung 2021 aufgrund der durch Corona bedingten Einschränkungen nicht geeignet, da sich die jeweils geltenden Reisebeschränkungen deutlich voneinander unterschieden.


Die durch Corona 
bedingten Verluste werden erst bei einem Vergleich mit den Werten des Jahres 2019 deutlich: So sank die Zahl der Ankünfte in Thüringen 2021 im Vergleich zu 2019 um 44,1 % bzw. 1,8 Millionen, die Zahl der Übernachtungen ging im gleichen Zeitraum um 3,7 Millionen zurück (36 %).


Gegenüber dem Jahr 2019 verzeichneten alle
neun Thüringer Reisegebiete einen spürbaren Rückgang der Gästeankünfte und der Übernachtungen. Die deutlichsten absoluten Verluste hatten dabei das Reisegebiet Thüringer Wald mit dem Minus von 1,6 Millionen Übernachtungen und der Städtetourismus (Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar) mit einem Rückgang von 1 Million Übernachtungen zu
verzeichnen.

Die Bundesgartenschau lockte zwar 2021 zumindest im Reisegebiet der Städte wieder vermehrt Gäste an. Die im Zuge der CoronaPandemie verursachten Verluste konnten dadurch aber nicht ansatzweise kompensiert werden.

Differenziert nach Betriebsarten
waren die höchsten Verluste gegenüber dem vor der CoronaPandemie 2019 erreichten Niveau im Bereich der Hotellerie vorzufinden. So verbuchten 2021 allein die Hotels (ohne Hotels garni) 2 Millionen Übernachtungen weniger als 2019.

Auch bei Jugendherbergen und Hütten (383.000 Übernachtungen), Vorsorge und Rehakliniken, (284.000 Übernachtungen) und Hotels garni (241.000 Übernachtungen) waren sehr deutliche Rückgänge gegenüber 2019 zu beobachten.Die Betrachtung der monatlichen Gästeankünfte und Übernachtungszahlen zeigt unübersehbar die Auswirkungen der CoronaPandemie. Während in den Sommermonaten der Jahre 2020 und 2021 Gästeankünfte und Übernachtungen fast ein mit den Vorjahren vergleichbares Niveau erreichten, sind die insbesondere durch Einschränkungen im touristischen Reiseverkehr hervorgerufenen Verluste im Frühjahr 2021, von Winter 2020 bis Frühsommer 2021 und Ende des Jahres 2021 sehr deutlich erkennbar.


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