Die Passion fürs Zerbrechliche – morgen ist der „Tag des Thüringer Porzellans“

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Herzogliches Museum Gotha, Böttger-Steinzeug. Foto: Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, Lutz Ebhardt

Gotha (red/mk, 3. Oktober). Ein Wochenende des Zerbrechlichen steht bevor: Morgen findet der „Tag des Thüringer Porzellans“ statt, an dem auch die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha teilnimmt.

Im Herzoglichen Museum können Interessierte mit Ute Däberitz auf eine Reise durch die 350-jährige Gothaer Sammlungsgeschichte gehen und sich dabei von den faszinierenden Kunstwerken aus „weißem“ und „rotem Gold“ verzaubern lassen. Um 11 und 14 Uhr führt die wissenschaftliche Mitarbeiterin zum Thema „Kostbar und zerbrechlich – das Gothaer Fürstenhaus und seine Leidenschaft für Porzellan“.

„Diese Passion der Herzöge beeindruckte und inspirierte sogar Friedrich den Großen und Johann Wolfgang von Goethe“, sagt Ute Däberitz und weist auf die große Zahl an Fürsten hin, die sich für das zerbrechliche Gut begeistert haben: So brachte Herzog Friedrich II. von Sachsen-Gotha-Altenburg von seinen Reisen durch die Niederlande exquisite chinesische und japanische Porzellane mit, seine Schwiegertochter Luise Dorothea ließ jährlich auf den Leipziger Ostermessen die neuesten Meißner Kreationen erwerben und ihr Enkelsohn August entwarf und produzierte die zerbrechlichen Kostbarkeiten in einer eigenen Manufaktur.

Zu den Höhepunkten der Porzellansammlung zählen der Bestand an „rotem Gold“ – Böttgersteinzeug – im Herzoglichen Museum und das zwischen 1723 und 1726 eingerichtete Porzellankabinett in Schloss Friedenstein.

Zu dieser Veranstaltung ist eine Anmeldung unter 03621 82 34 0 erforderlich, da die Personenzahl begrenzt ist. Es gelten die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln. In geschlossenen Räumen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung notwendig. Vor der Veranstaltung werden die Kontaktdaten erfasst.

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