Bundesliga-Mädels erkämpfen sich verdientes Unentschieden beim HSV

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Wir wollen in Hamburg eine Reaktion zeigen, so der Tenor innerhalb der Mannschaft des FF USV Jena vor dem Gastspiel in der Elbmetropole. Dementsprechend trat die Mannschaft von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg auch auf.

Mit Fata Salkunic und Sylvia Arnold brachte Voss-Tecklenburg zwei neue Kräfte im Vergleich zum Heimspiel gegen Lokomotive Leipzig. Für sie mussten Vivien Beil und Susann Utes weichen. Der FF USV ging hoch motiviert in die Partie und wollte von Anfang an zeigen, dass er die bittere Heimpleite gegen Leipzig gut verarbeitet hat. Allerdings waren die ersten fünfzehn Minuten von Nervosität auf beiden Seiten geprägt. Das Spielgeschehen fand vor allem im Mittelfeld statt und der FF USV konnte vereinzelt Konterangriffe fahren.

Mit der ersten Chance der Partie gelang den Gastgeberinnen die Führung. Nach einem langen Pass in die Spitze stand HSV-Stürmerin Timmermann plötzlich frei vor dem Jenaer Tor und verwandelte sicher zur Führung für die Hanseatinnen (16.). Der FF USV brauchte einen Moment um sich von dem frühen Rückstand zu erholen, erhöhte dann jedoch das Tempo und kam zu Chancen. Zunächst setzte Lisa Seiler einen Kopfball nach Freistoßflanke neben das Tor, ehe ein scharf getretener Freistoß von Julia Arnold an Freund und Feind vorbeirauschte und knapp neben dem rechten Pfosten landete. In der Folgezeit konnten die Saalestädterinnen den Angriffsdruck aber nicht aufrechterhalten, sodass Hamburg vermehrt Chancen zum Ausbau der Führung bekam. Die größte Gelegenheit verzeichnete der HSV in
der 39. Spielminute, als Simon einen Eckball so anschnitt, dass dieser an den Innenpfosten knallte und von dort wieder ins Feld zurück sprang.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff bekam der FF USV die bis dato größte Chance zum Ausgleich. Julia Arnold hämmerte den Ball an die Unterkante der Latte. Den Abpraller erwischte Amber Hearn per Kopf, schaffte es aber nicht aus kurzer Distanz zu vollstrecken und setzte den Ball knapp am Tor vorbei. Mit 0:1 gingen beide Teams in die Kabinen und zur zweiten Halbzeit wechselte Voss-Tecklenburg Karoline Heinze für Lisa Seiler ein. Bestärkt durch die Großchance kurz vor dem Seitenwechsel kamen die Jenaerinnen druckvoll aus der Halbzeitpause und wollten dort ansetzen, wo sie im ersten Spielabschnitt aufgehört hatten. Insbesondere durch Standardsituationen gelang es dem FF USV gefährlich vor das Hamburger Tor zu kommen. Die Rothosen hielten allerdings dagegen und verteidigten ihre knappe Führung. Mit der Hereinnahme von Stephanie Milde für Fata Salkunic bekam das Jenaer Spiel neuen Schwung. Bereits kurz nach ihrer Einwechslung verpasste Milde nur knapp einen Kopfball im Strafraum der Hamburgerinnen. Zehn Minuten später lupfte die Mittelfeldakteurin den Ball über die HSV-Torfrau und traf nur den Querbalken.

Den abprallenden Ball klärten die Hamburgerinnen in höchster Not zur Ecke, die Jena nutze, um den Ausgleich zu erzielen. Nach der guten Hereingabe von Julia Arnold übersprang Amber Hearn die komplette HSVAbwehr und köpfte zum 1:1 ein (75.). Nun entwickelte sich am Wolfgang-Meyer-Sportplatz ein offener Schlagabtausch, in dem beide Teams ihre Angriffsbemühungen forcierten und versuchten
den Siegtreffer zu erzielen. Auf Seiten des HSV schoss zunächst Timmermann den Ball knapp über Jenas Tor. Kurz darauf war es die eingewechselte Brenner, die im 1-gegen-1 an Katja Schroffenegger scheiterte (79.).

Über die stark aufspielende Milde kam der FF USV kurz vor Schluss noch zu einer weiteren Chance. Ihre Direktabnahme aus gut zwanzig Metern stellte die HSV-Keeperin aber vor keine größeren Probleme (86.). In den Schlussminuten drückten die Gastgeberinnen erneut aufs Tempo. Erst hämmerte Haye einen Freistoß aus dreißig Metern knapp über das Tor, ehe Brenner aus kurzer Distanz ebenfalls drüber schoss (90.). Wenig später pfiff Schiedsrichterin Sandra Blumenthal die Partie ab. Durch die Leistungssteigerung der Mannschaft in der zweiten Halbzeit hat sich der FF USV den Punkt durchaus verdient und einen wichtigen Zähler gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt gesammelt. Die gezeigte Leistung sollte der Mannschaft weiteren Mut für das wichtige Heimspiel gegen Bayer Leverkusen in zwei Wochen geben.

Tore: 1:0 Timmermann (16.), 1:1 Hearn (75.)

Aufstellung FF USV Jena:
Schroffenegger; Brosius, Roelvink, Radtke, Löser (80.Utes), Seiler (46.Heinze), Schiewe, J.Arnold, Salkunic (63.Milde), S.Arnold, Hearn

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