FDP-Ortsvorsitzender Döbel sucht Mitstreiter für W-LAN auf dem Marktplatz als ersten Schritt zu einer „Smart City“

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Auf der 31. Schmalkaldener Fachtagung, die jährlich von Prof. Norbert Krah organisiert wird, erkundigte sich der FDP-Ortsvorsitzende Christian Döbel, der selbst Diplomingenieur ist, am 6.11.2015 über Ansätze, Schmalkalden selbst zur „Smart City“ umzubauen.

Sowohl der Landrat des Kreises Schmalkalden-Meiningen Peter Heimrich als auch der Bürgermeister der Stadt Schmalkalden, Thomas Kaminski, wiesen auf die Vorreiterrolle der Politik hin, die zuerst Impulse für Digitalisierung der Verwaltung, für einen Umbau der Gesellschaft aufgrund des demografischen Wandels sowie andere Möglichkeiten der Mobilität setzen muss.

Das wird in Schmalkalden in den nächsten Jahren konsequent umgesetzt, wobei die Elektronische Akte (E-Akte) im Jobcenter bereits von 100 Mitarbeitern benutzt und Erderschütterungen seit fünf Jahren auf das Mobiltelefon des Bürgermeisters geschickt werden. Beide Politiker wiesen in ihren Grußworten darauf hin, dass Ingenieure auch aus Thüringen die Welt voranbrachten und technische Entwicklungen den Alltag der Bürger in der Regel verbesserten. So ist es heute unter Anwendung von technischen Systemen beispielsweise möglich, länger eigenbestimmt zu Hause leben zu können.

Christian Döbel stellte in seinem Beitrag zur Konferenz die Entwicklung neuartiger piezobasierter Funktionsfasern sowie deren Integration in Werkzeuge, um den Verschleißzustand automatisch zu erkennen und rechtzeitig Wartungs- und Reinigungszyklen sowie Reparaturen zu gewährleisten.

Wie bereits im letzten Wahlkampf klargemacht, sieht Döbel ein sehr großes Potential, auch die Stadt Waltershausen mit technischen Neuerungen als eine „Smart City“ attraktiver für Bürger und Industrie zu machen. So hat er beispielsweise mit dem ersten Unternehmerstammtisch das Eis gebrochen, um – wie im Wahlkampf beworben – ein Netzwerk zwischen Unternehmern und Forschungseinrichtungen zu schaffen. „Weitere Ideen sind bereits in der Schublade, angeregt durch Anfragen von einheimischen Unternehmen“, freut sich Döbel. Bei der Stadtverwaltung stieß die Idee, einen Mitarbeiter zur Vernetzung von Industrie und Forschung einzuplanen, bislang auf taube Ohren.

Weiterhin sucht Döbel Mitstreiter, W-LAN auf dem Marktplatz anzubieten. Deshalb wird er sich aktiv am Projekt in Schmalkalden, das durch Dipl.-Ing. Falk Thorwarth (Fa. Telesystems Thorwarth) vorangetrieben wird, beteiligen, um zu lernen, in welchen Schritten das aufgebaut werden kann. „Sicher werden nicht sofort viele Menschen auf dem Marktplatz im Netz surfen, aber die Infrastruktur sehe ich mit dem Rathaus direkt nebenan sehr gut und vielleicht kann diese Maßnahme zu einem bisschen Belebung der Innenstadt beitragen. Damit wäre einfach die Attraktivität der Stadt gesteigert“, sagt Döbel. „Denn auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt“ Zur ersten Inforunde plant er im Dezember einzuladen, wenn er erste Erfahrungen aus der Stadt „hinter dem Berg“ gesammelt hat. Interessierte können sich gern unter zukunftsstadt.waltershausen@cc-online.eu melden.

Döbel stimmt den Verwaltungschefs aus Schmalkalden zu, dass die Verwaltung sich nicht technischen Entwicklungen versperren darf, sondern Vorreiter in der Gesellschaft sein muss. Deshalb ist es für ihn der falsche Schritt, wenn der Bürgermeister sein Facebook-Account auflöst, weil dort der Kontakt mit den Bürgern inzwischen sehr intensiv geführt wird. Im Streit um die Poller in der Bremerstraße etwa gibt es auf die Erklärung von Marco Wölk mehrfach den Wunsch nach einem Parkverbot, jedoch bislang keinen nach Pollern.

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