Heimsieg gegen Hoffenheim

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Mit 3:1 (1:0) gewinnen die Jenaer Fußballfrauen am Ostersonntag gegen die TSG 1899 Hoffenheim und klettern dadurch in der Tabelle zwei Plätze nach oben.

 

Am 17. Spieltag der diesjährigen Allianz Frauen-Bundesliga erwartete der FF USV Jena zu Hause das junge Team aus Hoffenheim. Die über 400 Zuschauer im Ernst-Abbe-Sportfeld sahen von Beginn an couragiert auftretende Gastgeberinnen. Nach zwei ersten Annäherungen an das Tor der Badenerinnen, zappelte so bereits früh der Ball in deren Netz: In der 11. Spielminute flog ein Ball von Jenas Spielerin mit der Nummer 11, Lucie Vonkova, zum 1:0 in den Kasten von Hoffenheims Keeperin Friederike Abt.

 

Vergangenen Donnerstag verstarb die niederländische Fußballlegende Johan Cruyff, einer seiner zu Lebzeiten bekanntesten und zum geflügelten Wort gewordenen Zitate war „Wenn wir den Ball haben, kann der Gegner nicht treffen.“ Die Kraus-Elf setzte diese populäre Fußballerweisheit auf dem Platz konsequent um und so kam Hoffenheim nur über wenige Standards in Tornähe. Mit einer hohen Ballbesitzquote und einem Chancenplus ging es folglich mit der 1:0-Führung im Rücken in die Pause.

 

Direkt nach Wiederanpfiff zur zweiten Hälfte fasste sich Amber Hearn ein Herz und baute die bis dahin auf dem Papier noch knappe Führung zum 2:0 aus (48.) – der siebte Saisontreffer für die neuseeländische Rekordnationalspielerin in Diensten des FF USV.

 

Ihre Sturmpartnerin Vonkova erhöhte wenige Minuten darauf sogar mit ihrem zweiten Tagestreffer auf 3:0 in der 55. Spielminute. Ein Distanzschuss der Tschechin aus knapp zwanzig Metern wurde abgefälscht und flog über die TSG-Torfrau Abt hinweg unhaltbar in die Maschen des TSG-Gehäuse. Ebenfalls nichts machen konnte ihr Torhüterinnen-Gegenüber in Jenas Tor zehn Minuten später; aus einer unübersichtlichen Strafraumszene heraus landete nach Abnahme per Kopf durch Martina Moser der Ball hinter FF-USV-Schlussfrau Stenia Michel (64.).

 

Dieses Anschlusstor zum 3:1 blieb allerdings aus Hoffenheimer Sicht lediglich der Ehrentreffer. Die eingewechselte Hausicke versuchte noch einmal infolge eines Eckballs (76.) den alten Drei-Tore-Vorsprung wieder herzustellen, doch diese und auch vereinzelte weitere Chancen in der Schlussviertelstunde blieben für die Saalestädterinnen ohne Erfolg. Auf der Gegenseite scheiterte gleichfalls Hoffenheim, in Person von Demann und Betz, mit wenigen letzten Abschlussversuchen kurz vor Spielende (88.). Somit brachte der FF USV in diesem Mittelfeld-Duell der Tabelle den Jenaer Heimsieg souverän über die Zeit, ehe Schiedsrichterin Sina Diekmann pünktlich die Partie im Paradies abpfiff und das Ostergeschenk – drei Punkte für die eigenen Fans – auf dem Platz und auf den Rängen gefeiert werden konnte.

 

„Wir haben heute gesehen, was gut klappt und woran wir noch arbeiten müssen“, resümierte Daniel Kraus das Spiel. „Insgesamt bin ich sehr zufrieden nach zwei deutlichen Niederlagen wieder einmal einen Erfolg feiern zu können.“

 

Im Tabellenmittelfeld tauschen durch diesen Erfolg nun Jena und Hoffenheim erneut die Plätze. Jena rückt von Platz neun auf sieben vor, die TSG ist wieder Neunter. Die in der Allianz Frauen-Bundesliga wichtige „magische“ 20-Punkte-Marke wurde auch geknackt: Jena geht nun mit insgesamt 22 Punkten in das restliche Osterwochenende.

Die Halbfinalpartien im DFB-Pokal sowie eine erneute Länderspielpause bescheren der Liga im Anschluss daran wieder drei spielfreie Wochen. Ein besonderes Highlight aus Jenaer Sicht ist dabei das EM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Kroatien – letztere mit Spielführerin Iva Landeka und Mannschaftskameradin Ivana Rudelic – am Dienstag, den 12.04., in Osnabrück. Der 18. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga startet wenige Tage darauf am 17.04., wenn der FF USV auswärts beim SC Freiburg antritt.

 

FF USV Jena: Michel – Percival, Melhado, Breitenbach, van den Heiligenberg – Landeka, Silva (72. Hausicke), Arnold (81. Weiß), Rudelic (90. Martin) – Hearn, Vonkova

 

TSG 1899 Hoffenheim: Abt – Howard, Demann, Specht – Hartig, Breitner (64. F. Dongus), Betz, Pankratz – Moser – Schneider (64. Chojnowski), Billa

 

Tore: Vonkova (11., 55.), Hearn (48.)

 

Schiedsrichterin: Sina Diekmann (Lobach)

 

Zuschauer: 413

 

(Das Beitragsbild von Jürgen Scheere/USV zeigt die zweifache Torschützin Lucie Vonkova)

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