Tabarzer Sportler erhielt Nachwuchsförderpreis 2013 der Regionalstiftung der Kreissparkasse Gotha

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Gerademal elf Jahre ist er alt. Und doch hat der Skispringer Frederik Jäger bereits beachtliche sportliche Erfolge vorzuweisen. Um seine herausragenden Leistungen zu honorieren, erhielt er den Nachwuchsförderpreis „Unser Talent in der Region“ der Kreissparkasse Gotha. Am Donnerstag, dem 14. November, erfolgte die offizielle Auszeichnung im KuKuNa in Tabarz.

„Er ist ein Supertalent“. Das waren die Worte Alfred Stollbergs, der die Laudatio auf Frederik Jäger hielt. Und Stollberg – selbst ein erfahrener Skispringer – weiß wovon er spricht. Dass Frederik ein großes Talent ist, habe sich schon früh gezeigt. Im zarten Alter von drei Jahren stand er das erste Mal auf den Brettern. Und schon drei Jahre später, im Jahr 2006, stellten sich die ersten sportlichen Erfolge ein. Es sollten nicht die letzten gewesen sein.

Im Zeitraum von 2010 bis 2013 brachte Frederik Jäger zwei Thüringer Meistertitel im Skisprung und acht in der nordischen Kombination mit nachhause. Für Stolz sorgte bei seinem Tabarzer Verein SV 1887 e. V. vor allem auch, dass er in diesem Jahr als erster Sportler aus dem Landkreis Gotha den traditionellen Hans-Marr-Pokal im Skispringen gewann. Stollberg ist sich daher sicher: „Die Ehrung ist absolut gerechtfertigt.“

Der mit 1.500 Euro dotierte Förderpreis „Unser Talent in der Region“ wird jährlich von der Regionalstiftung der Kreissparkasse Gotha an junge Menschen vergeben, um deren besonderen Leistungen und ihr Engagement zu würdigen und sie weiter zu fördern. Das die Wahl in diesem Jahr auf Frederik fiel, sei angesichts der großen Anzahl von Vorschlägen aber keine leichte Entscheidung für die Jurymitglieder gewesen, betont Jörg Krieglstein, Stiftungsvorstand der Regionalstiftung.

Dennoch: „Nur ein Talent kann den Nachwuchsförderpreis gewinnen“, so Krieglstein. Gemeinsam mit dem Stiftungsratsvorsitzenden, Landrat Konrad Gießmann, übergab er sodann den Preis an den jungen Skispringer aus Tabarz.

Dieser hat sich auch sichtlich gefreut über die Auszeichnung. „Ich war vorher aufgeregter als vor einem Sprung“, gestand er Oscar-Reporter Falk Böttger im Anschluss. Was wird er mit dem Geld machen? Frederik: „Auf jeden Fall werde ich mir davon erst mal ein paar neue Sachen kaufen, die ich fürs Skispringen brauche.“

Und hat er schon Pläne für seine weitere Karriere? Zunächst einmal hofft er auf eine Delegierung an das Sportgymnasium in Oberhof. Die Entscheidung hierzu steht im Sommer 2014 an. Frederik: „Ich würde auch gerne irgendwann mal bei den Olympischen Spielen dabei sein. Aber das lasse ich einfach auf mich zukommen. Wer weiß, was bis dahin noch alles passiert.“

Sichtbar stolz waren auch Frederiks Eltern, Daniela und Martin Jäger. „Frederik war schon immer zielstrebig und hatte seinen eigenen Kopf. Für uns ist natürlich besonders schön, dass er seinen Ehrgeiz nicht nur im Sport, sondern auch in der Schule umsetzt“, erklärt Daniela Jäger. Überhaupt sei ihnen dies wichtig. Egal wie Frederik sich einmal entscheiden möge – ob er eine Karriere als Sportler einschlägt oder nicht: Schule und Sport müssten bis zum Abitur unter einen Hut gebracht werden. „Wir legen ihm keine Steine in den Weg und werden ihn immer unterstützen. Aber ihm sollen später einfach alle Möglichkeiten offen stehen“, so Martin Jäger. „Denn Frederik ist ein cleveres Kerlchen. Er würde garantiert auch mal ein guter Kommissar werden, wenn er es will.“

 

Foto: (v.l.) Daniela Jäger, Alfred Stollberg, Frederik Jäger und Martin Jäger.

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