Verstümmelte Katze: PETA bietet 1.000 Euro Belohnung für Hinweise

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1.000 Euro Belohnung für Hinweise auf die Tierquäler. Foto: Pixabay

Gotha/Stuttgart (red, 23. Dezember). Tierquäler haben vorigen Samstag einer Katze Kopf und Schwanz abgeschnitten. Der Kadaver wurde im Straßengraben entdeckt.

Bereits in der vorigen Woche war in Erfurt der enthauptete Kadaver einer französischen Bulldogge in einem Ausflugsgebiet gefunden worden. Die Polizeiinspektion Gotha ermittelt und nimmt unter der Telefonnummer 03621 780 sachdienliche Hinweise entgegen. Möglicherweise waren mehrere Personen an der Tat beteiligt.

PETA setzt Belohnung aus
Um den Vorfall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung von 1.000 Euro für Hinweise aus, die den oder die Tierquäler überführen. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation melden – auch anonym.

„Es ist erschreckend, wie häufig grausame Übergriffe auf Tiere verübt werden. Dieser Fall ist besonders grauenvoll“, sagt Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Wir verzeichnen fast täglich Fälle, bei denen die Vierbeiner mit Druckluftwaffen, Schrot oder Armbrustpfeilen beschossen, mit ätzenden Flüssigkeiten übergossen, getreten oder anderweitig misshandelt werden. Wir setzen uns dafür ein, dass die Täter überführt und zur Rechenschaft gezogen werden. PETA fordert außerdem harte Strafen für Tierquäler, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Wer wehrlose Tiere aus Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.“

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

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