Glücksgriff: Fidelius Kraus beginnt FSJ bei Basketball in Gotha

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Basketballer mit vielen Talenten und Interessen: Fidelius Kraus absolviert jetzt ein Freiwilliges Soziales Jahr bei BiG. Foto: Wolfgang Gleichmar / BiG
Bei der Suche nach einem Kandidaten für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ist Basketball in Gotha erneut ein Glücksgriff gelungen. Denn Fidelius Kraus bringt in mehrfacher Hinsicht perfekte Voraussetzungen mit. Heute hat der 18-Jährige seinen Dienst angetreten. Grund genug für ein Gespräch über soziales Engagement, Spaß am Basketball, Zukunftspläne und ein Comeback.
 
Fidelius, du bist seit Kindesbeinen Mitglied bei Basketball in Gotha. Heute nimmst du ein Freiwilliges Soziales Jahr bei BiG in Angriff. Eine völlig neue Rolle für dich. Was gab den Auslöser für das FSJ?

Für mich stand zeitig fest, dass ich nach dem Abitur nicht direkt ein Studium oder eine Ausbildung beginnen möchte. Ich wollte ein „Überbrückungsjahr“ einbauen, für das ich so einige Ideen hatte. Jetzt ist es das Freiwillige Soziale Jahr geworden.
 
Einfach so?
Nein, nicht einfach so. Peter Krautwald hat mich gefragt: „Wir suchen einen FSJler, wie sieht’s aus, hast du Bock?“ Und ja: Ich habe Bock!
 
Worauf hast du denn am meisten Bock?
Ach, auf vieles! Aber am meisten freue ich mich auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen – sei es bei Camps, Schul-AG’s oder auch beim Training.
 
Das klingt fast so, als würdest du später als Trainer arbeiten wollen?
Nein. Ich habe zwei Ideen für das Studium: Grundschullehrer oder Psychologie. Insofern verbindet das FSJ auch das Angenehme mit dem Nützlichen: Beispielsweise gibt es zwischen FSJ und dem Beruf des Grundschullehrers gewiss einige Übereinstimmungen. Da kann ich mich auch in einigen Dingen ausprobieren und sicher auch viel lernen.
 
Viele haben dich in erster Linie als großes Basketball-Talent auf dem Schirm. Vor zwei Jahren hast du mit 16 bereits für die Rockets und die Basketball Löwen in der ProB gespielt. Dann wurde es ruhig um dich. Was war passiert?
Naja, wie kann ich das am besten sagen? Das Programm, das ich vor zwei Jahren durchgezogen habe, war sehr, sehr zeitintensiv und stressig. Die Schule kam zu kurz, später auch der Spaß, dann war ich obendrein noch verletzt – es kam so einiges zusammen.
Ich habe in der Zeit selbst gemerkt, dass das einfach zu viel für mich ist und dass ich vor allem aus Spaß Basketball spielen möchte!
 
Deshalb die Ruhepause. Ist denn ein Comeback ausgeschlossen?
Nein. Ich habe zuletzt auch ein paarmal mit den Rockets trainiert, war oft auf dem Streetballplatz. Der Spaß am Basketball ist also nicht verloren gegangen!
 
Apropos Freiplatz. Im Sommer wurdest du im Volkspark-Stadion beim Training der Red Socks gesichtet, für die auch dein Vater (Matthias Kraus) am Ball ist. Hättest du Lust, mal mit deinem Dad in einer Mannschaft zu spielen?
Witzig wäre das auf jeden Fall, mit meinem Vater in einem Team zu spielen.
 
Danke fürs Gespräch – und toi, toi, toi für dein FSJ!
Interview: Wolfgang Gleichmar

Zum Bild: Basketballer mit vielen Talenten und Interessen: Fidelius Kraus absolviert jetzt ein Freiwilliges Soziales Jahr bei BiG.

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