Vom Neun-Euro-Monatsticket würde Hälfte der Deutschen profitieren

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Gotha (red/Statista, 27. März). Vom für 90 Tage geltenden und geplanten Neun-Euro-Monatsticket würde momentan rund die Hälfte der Deutschen profitieren.

48 % der Teilnehmer einer Befragung gaben an, innerhalb der vergangenen zwölf Monate Bus gefahren zu sein, während 49 % lokale Bahnangebote genutzt hatten.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf individuelle Mobilität sind in diesen Ergebnissen zwar sichtbar, aber nicht so deutlich wie vielleicht anzunehmen. Auch vor der Pandemie nahmen nur rund 60 % der Befragten Angebote wie S-Bahnen, U-Bahnen oder Straßenbahnen in Anspruch, 57 % der Umfrageteilnehmer:innen bedienten sich Bussen, um von A nach B zu kommen.

Die Stärkung des ÖPNV wird von zuständigen Politiker:innen als wichtiger Baustein für die Mobilitätswende gesehen. Gerade hinsichtlich des Ausbaus des Verkehrsnetzes in ländlichen Gegenden, in denen momentan der Besitz eines Autos für Mobilität unabdingbar ist, besteht Aufholbedarf.

Das geplante Neun-Euro-Tickets könnte allerdings die Verkehrsunternehmen vor Probleme stellen (wir berichteten). Der Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel erklärte beispielsweise im Gespräch mit NDR 90,3, dass es sich bei der Einführung eines Übergangstarifs um einen „riesigen Aufwand“ handle, und die angezogenen Energiepreise alleine im Hamburger Nahverkehr für Mehrkosten in zweistelliger Millionenhöhe sorgen dürften.

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