…zu schade für die Tonne

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Bildschirmfoto: OaF

Berlin/Gotha (red, 18. März). In Deutschland werden von privaten Haushalten laut Thünen-Studie jährlich etwa sechs Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Dies entspricht 75 Kilogramm pro Kopf und Jahr. 44 Prozent davon sind vermeidbare Abfälle, allein 34 Prozent davon sind Obst- und Gemüseabfälle, die zu gleichen Teilen – also zu je 17 Prozent – auf Obst und Gemüse entfallen.

Innerhalb dieses Obstabfalls in privaten Haushalten verzeichnen Äpfel mit 4,2 Prozent und Bananen mit 2,5 Prozent den größten Anteil. Sie sind gleichzeitig die meistgekauften und damit beliebtesten Obstsorten. Auf Platz drei bis fünf finden sich Orangen, Birnen und Mandarinen.

Bei den Gemüseabfällen in privaten Haushalten machen Kartoffeln mit 3,3 Prozent und Tomaten mit 2,4 Prozent die größte Menge aus, gefolgt von Gurken, Karotten und Paprika.

In Lebensmitteln stecken Arbeit, Wasser und Energie – Ressourcen, die ebenfalls verschwendet werden, wenn Lebensmittel im Müll landen. Zur Herstellung von einem Kilogramm Äpfel werden beispielsweise 820 Liter Wasser benötigt. Bei Bananen kommt zudem der weite Transport hinzu, der zusätzlich beträchtliche Mengen COfreisetzt. Die Zu gut für die Tonne! – Website liefert daher Tipps, wie sich Lebensmittel retten und somit wertvolle Ressourcen schonen lassen.

Warum und wann wird Obst und Gemüse weggeworfen?
Die wenigsten Lebensmittel, die im Müll landen, gehören tatsächlich dorthin. Als Hauptgrund für die Entsorgung geben die meisten privaten Konsument:innen Haltbarkeitsprobleme an: Bei Obst und Gemüse führen zum Beispiel Druckstellen oder welke Blätter dazu, dass sie schneller weggeworfen werden. Zweithäufigster Grund sind Speisereste – es wurde zu viel gekocht oder auf den Teller gelegt. Die dritthäufigsten Gründe ergeben sich aus einer falschen Mengenplanung: Für Lebensmittelabfälle verantwortlich sind unter anderem zu große Packungen, Sonderangebote oder eine falsche Planung beim Einkauf. Viel Obst und Gemüse landet außerdem aufgrund falscher Lagerung und der damit verringerten Haltbarkeit im Müll.

Richtig lagern und verwertenWer Obst und Gemüse richtig lagert, kann es länger haltbar machen und so vor der Tonne bewahren. Verschiedene Sorten haben jedoch unterschiedliche Ansprüche: So sind beispielsweise fast alle Gemüsesorten kühlschrankverträglich, nur Auberginen, Tomaten, Kartoffeln und Kürbis sind kälteempfindlich und sollten lieber nicht so kalt lagern, da es sonst zu Aromaverlusten kommt. Beim Obst gilt die Faustregel: Heimisches wie Apfel, Kirsche oder Zwetschge kann kühl lagern, Exotisches wie Mango, Banane oder Zitrusfrucht gehört nicht in den Kühlschrank. Ausnahmen bilden Feigen und Kiwis, die auch in den Kühlschrank dürfen.

Einige Obst- und Gemüsesorten entwickeln mit der Zeit das Reifegas Ethylen. Dieses sorgt dafür, dass anderes Obst und Gemüse in der Nähe schneller altert und verdirbt. Besonders viel Ethylen produzieren unter anderem Tomaten, Äpfel, Aprikosen und Pflaumen. Am besten lässt sich das vorzeitige Verderben verhindern, wenn diese getrennt von anderen Obst- und Gemüsesorten lagern.

Viele Reste aus Obst und Gemüse lassen sich anhand einfacher Rezepte ideal verwerten. Wie wäre es zum Beispiel mit leckerem Apfel- oder Birnenmus oder einem Beeren-Sorbet? Älteres Gemüse macht sich besonders gut im Reste-Auflauf oder als Füllung für herzhafte Teigtaschen. Mehr Inspiration für die Verwertung von Obst- und Gemüseresten gibt es in der Zu gut für die Tonne! Rezeptdatenbank.
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