6. Kammermusik-Soirée: Geburtstagsständchen für Max Reger

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Das Spohr-Quartett. Foto: Dr. Bernd Seydel

Vier Streicher – zwei Violinen, eine Viola und ein Cello – spielen ganz besondere Geburtstagsständchen. Das Spohr-Quartett der „Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach“ lädt ein zur 6. Kammermusik-Soirée ins Landestheater Eisenach am 18. Juni 2023 um 19.30 Uhr.

Eisenach/Gotha (red, 5. Juni). Max Reger wäre in diesem Jahr 150 Jahre alt geworden. Das soll gefeiert werden – auch mit seiner Musik. Gespielt wird Max Regers Streichquartett Nr. 1 g-Moll op. 54/1, aber auch Wolfgang Amadeus Mozarts Streichquartett C-Dur KV 465 – „Dissonanzenquartett“.

Der internationale Ruhm des oberpfälzischen Komponisten Max Reger, dessen Geburtstag sich im Jahre 2023 zum 150. Mal jährt, gründet auf seiner Meisterschaft und Genialität in fast allen musikalischen Gattungen, auf seinen großen Orgelwerken sowie auf seiner Variationskunst mit einer nahen, vor allem inneren Verwandtschaft zur Tonkunst Johann Sebastian Bachs. Regers vielfältiges kompositorisches Schaffen changiert stilistisch zwischen Tradition und Innovation und ist als wichtiges, maßstabsetzendes Bindeglied zu der am Beginn des 20. Jahrhunderts aufkeimenden Neuen Musik anzusehen. Neben seinen Orgelwerken weisen auch Regers kammermusikalische Kompositionen eine hohe Virtuosität und Komplexität auf. Dies trifft besonders auf das Streichquartett Nr. 1 g-Moll op. 54/1 zu. Dieses Werk, das am 26. Oktober 1910 uraufgeführt wurde, machte es den damaligen Interpreten, dem Münchner Hösl-Quartett, nicht leicht; Reger berichtete von einer Probe: „Keiner weiß, was er zu spielen hat – infolgedessen klingt mein Quartett, als wenn es ein absolut betrunkener Faun komponiert hätte.“
In Ergänzung zu diesem höchst anspruchsvollen Kammermusik-Werk Regers erklingt das berühmte „Dissonanzenquartett“ C-Dur KV 465 von Wolfgang Amadeus Mozart. Seinen Titel verdankt das Stück den anfänglich komponierten „Missklängen“, die sich nach ein paar Takten in hoffnungsvolle, wohlklingende Harmonien auflösen.

Informationen zum Spohr-Quartett:
Violine: Alexej Barchevitch
Violine: Diana Harutyunyan
Viola: Fred Ullrich
Violoncello: Michael Hochreither

Das „Das Louis Spohr-Streichquartett“ wurde 2014 von vier engagierten Gothaer Musikern gegründet.

Alexej Barchevitch, Diana Harutyunyan (Violine), Fred Ullrich (Viola) und Michael Hochreither (Violoncello) sind musikalisch in der Klassik beheimatet, aber auch in vielen anderen Musikrichtungen tätig. Ihr Repertoire erstreckt sich vom Barock und dem damit verbundenen Spiel auf historischen Instrumenten bis zu Jazz und Rock in verschiedenen Bands und Projekten, bei denen auch E-Geige und E-Bass zum Einsatz kommen. Mit der Gründung des „Spohr Quartetts“ wenden sich die vier Musiker nun der Königsklasse der Kammermusik, dem Streichquartett, zu.
Der Namensgeber des Quartetts, Louis Spohr, selbst ein begnadeter Violinist, Komponist und Konzertmeister in Gotha von 1805 bis 1813, hinterließ neben vielen anderen Kompositionen auch 34 Streichquartette.
Die Mitglieder des Quartetts haben es sich zur Aufgabe gemacht, die vielfältigen Musikalischen und kulturellen Traditionen der Region Gotha zu bewahren, dabei Altes zu pflegen und Neues zu entdecken.

H&H Makler

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