Wald wird weiter gekalkt

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Hilft nachweislich versauerten Waldböden: Naturkalk. Drei Tonnen pro Hektar wurden im Thüringer Wald Anfang Oktober 2021 mittels Hubschrauber auf rund 900 Hektar ausgebracht. Foto: Dr. Horst Sproßmann, ThüringenForst

Erfurt (red/hs, 28. Dezember). Anhaltend hohe Stickstoffeinträge aus Landwirtschaft, Industrie und Verkehr führen nach wie vor zur weiteren Versauerung von Waldstandorten.

Bisher durchgeführte Bodenschutzkalkungen im Wald wirken positiv auf chemische Vorgänge von Boden sowie Bodenwasser und damit auf die Vitalität, die Stressresistenz und das Wachstum der Waldbäume.

Wegen der klimawandelbedingten Herausforderungen für die heimischen Wälder wird die Bodenschutzkalkung fortgeführt. Dafür spricht das Gutachten „Regenerationsorientierte Bodenschutzkalkung in den Wäldern Baden-Württembergs“, das Forstwissenschaftler der renommierten Forstlichen Forschungs- und Versuchsanstalt (FVA) Baden-Württemberg in jüngst vorlegten.

In Thüringen wurden seit der Wende heute 165.000 Hektar Waldboden aller Eigentumsarten gekalkt. Zuletzt behandelte man im Oktober 2021 rund 900 Hektar Wald im Forstamt Frauenwald. „Damit wurde an vielen Forstorten Thüringens eine Verschlechterung der Standortsqualität insbesondere unter Fichtenwäldern verhindert. Das Bodenschutzkalkungs-Programm ist im Freistaat deshalb unbedingt fortzuführen“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand.

Die süddeutschen Forstwissenschaftler empfehlen u. a., den Bedarf nach Kalken von Waldflächen verstärkt durch Proben des Bodens festzustellen. Neben des Ausbringens mittels Hubschrauber solle zudem der Einsatz von Fahrzeugen mit Gebläsen geprüft werden. Außerdem werden künftig nicht nur Moore, sondern auch ihr oberirdisches Wassereinzugsgebiet von der Kalkung ausgeschlossen. Moore stellen Sonderstandorte dar, die extrem sauer sind und bleiben müssen.

H&H Makler

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