„Nach mir die Sintflut …“

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Nach mir die Sintflut …“? Kein guter Plan, geht es darum, seine Firma in jüngere Hände zu geben. Das Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen stellte dennoch in seiner Studie von 2009 fest, dass bei nur 20 % der klein- und mittelständischen Unternehmen tatsächlich ein Nachfolger gefunden wird. Dafür gibt es viele Gründe. Oft fehlt vor allem das Wissen bei denen, die einen Nachfolger suchen, wie sie es anstellen sollen.

Findet sich keiner, der die Verantwortung übernimmt, enden oft lange Unternehmenstraditionen. Noch schlimmer aber ist, wenn eine Übergabe durch Erbschaft etc. wegen fehlendem Wissen und falschem Prozedere zum finanziellen Desaster wird.
Unwissen schützt auch hier vor Strafe nicht. Und weil die Raiffeisenbank nicht nur heute gute Geschäfte mit ihren Kunden machen will, sondern das auch künftig noch so sein soll, lud sie zu einer Info-Runde. Dass nahezu dreißig Interessenten nicht den wohlverdienten Feierabend genossen, sondern sich schlau machen ließen, zeigte: Die Bank hat den Finger am Puls der Zeit.

Immer plastisch und zuweilen drastisch gab Hans-Joachim Kirsch Auskunft. Der in Gotha ansässige Fachberater für Unternehmensnachfolge, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater von der Steuerberatungskanzlei Audalis Gotha GmbH zeigte an etlichen Beispielen Fallstricke und Fußangeln auf, die im Steuer- und im Erbrecht lauern.
Anschließend informierte das RaiBa-Team über Neuerungen im Fördermittelgeschäft. So können Förderkredite inzwischen auch online über die Bank beantragt werden, worüber Ingo Kästner und Steffen Walter informierten. Ein weiteres Thema war Leasing.

Publiziert: 14. März 2011, 10.59 Uhr