FDP-Antrag zur Bekämpfung des Lehrermangels in Thüringen

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Der Thüringer Landtag. Foto: privat

Vorschlag der FDP wird im Thüringer Landtag diskutiert

Der FDP-Kreisvorsitzende (Landkreis Gotha) freut sich sehr, dass sein Vorschlag zur effektiven Bekämpfung des Lehrermangels in Thüringen nun als Gesetzvorschlag im Landtag diskutiert wird.
Es sieht unter anderem vor, dass wissenschaftliche Mitarbeiter der Thüringer Hochschulen freiwillig einen Teil ihrer Arbeitszeit bzw. aufstockend zu Teilbeschäftigungen als Lehrer an Schulen ableisten können. „Ich habe dieses Modell an einer Schule im Landkreis Gotha ausprobiert und damit sehr gute Erfahrungen gemacht”, so der dreifache Familienvater aus Waltershausen. „Wenn von den 12.000 wissenschaftlichen Mitarbeitern, viele davon mit Lehrerfahrung, sich 10 Prozent dafür entscheiden, könnten wir dem Lehrermangel enorm entgegenwirken.”

Insbesondere in naturwissenschaftlichen Fächern sieht der Professor für Automatisierungs- und Regelungstechnik den größten Hebel. „Gerade wird Informatik wieder flächendeckend an unseren Schulen eingeführt, was ich sehr begrüße. Und dort wie in Natur/ Technik sowie Wirtschaft/ Recht/ Technik könnten die größten Potentiale liegen”, so Döbel, der außerdem vehement für die Einführung polytechnischer Schulen im Land kämpft. Aus seiner Sicht muss das Curriculum wieder mehr um zum Aufbau von Kompetenzen führen, die später zu Wertschöpfung im Land und damit zur Schaffung individuellen Wohlstands beitragen. „Wir bemerken an den Hochschulen, dass unsere Schülerinnen und Schüler bei Kernkompetenzen wie Problemlösung, Informatik, Kausalität/ Logik, Naturwissenschaft und Technik immer weiter ins Hintertreffen geraten. Ich selbst biete an Schulen KI und Regelungstechnik an – solche Fächer sollten flächendeckend eingeführt und nicht ständig über Sozialkunde diskutiert werden”, meint der promovierte Ingenieur.
Döbel betont dabei stets, dass Politik sich für ihn immer an den Realitäten orientieren muss und bemängelt, dass er in entscheidenden Gremien zu oft Scheindiskussionen erlebt. „Es nervt einfach, wenn zum zigsten Mal die Verwaltung oder das Gendern diskutiert werden anstatt die Ziele, Inhalte und Vermittlungsmethoden unserer Bildung”, kritisiert der Familienmensch. Neue Lehrmethoden wie etwa von ihm entwickelte simulationsgestützte Arbeiten hat der Professor über das eTeach-Netzwerk bereits mehrfach vorgestellt.

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