Gotha: Stadt und Gewerbeverein gemeinsam für belebte Innenstadt

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Gemeinsam für eine belebte Innenstadt: Gewerbeverein und Stadt unterzeichnen Absichtserklärung. Foto: Stadt Gotha

Gotha (red/ak, 1. November). Der Vorsitzende des Gewerbeverein Gotha e. V., Andreas Dötsch, und Oberbürgermeister Knut Kreuch haben eine gemeinsame Erklärung unterschrieben, mit der sie eine intensive und dauerhafte Zusammenarbeit für eine nachhaltige Entwicklung der Innenstadt bekunden. Der Unterzeichnung des Papiers waren viele Beratungen mit allen Fraktionen des Stadtrates und gemeinsame Ideenentwicklungen mit dem Gewerbeverein vorausgegangen (Wortlaut der Vereinbarung).

Mit der Erarbeitung eines Handlungsleitfadens zur Belebung der Innenstadt hat die Stadtverwaltung eine Zusammenfassung vieler Maßnahmen geschaffen, die dazu beitragen sollen, den Händlern, Gastronomen und Dienstleistern in der Innenstadt zukunftsfähige Aussichten zu geben. Dabei soll die Attraktivität der Straßen und Plätze verbessert, den Händlern mehr Spielraum zur Nutzung dieser gegeben und Unterstützung beim gemeinsamen Marketing geboten werden.

Die aktuelle Pandemie-Lage stellt die Händler vor große Herausforderungen. Gleichzeitig ergeben sich mit der denkmalgerechten Sanierung des Hauptmarktes neue Möglichkeiten für dessen Nutzung. Wie man die Besonderheiten des Hauptmarktes nach der Umgestaltung herausstellen kann, die ganze Innenstadt besser belebt wird und so jeder davon profitieren kann, ist wesentlicher Bestandteil des Handlungsleitfadens. Ziel ist, eine deutliche Verbesserung der Bewirtschaftungsmöglichkeiten für die ansässigen Gewerbetreibenden in der gesamten Innenstadt zu ermöglichen. Dazu wurden bereits konkrete Schwerpunkte herausgestellt: die Erhöhung der Aufenthaltsqualität, die Vergrößerung der Spielräume für die Sondernutzung, Werbemöglichkeiten sowie der Schutz der Attraktivität und der historischen Ansicht. Alle Ziele müssen nun mit Leben erfüllt werden.
Generell soll die Belastung durch Lärm und Staub reduziert, die Begehbarkeit des Platzes für alle Kunden und Gäste sowie die Angebote an Sitzmöglichkeiten verbessert werden – für die Allgemeinheit, aber auch im Rahmen der Außengastronomie. Zusätzlich soll durch eine effiziente Beleuchtung auch in den Nachtstunden ein attraktives Umfeld geschaffen werden.

Konkret wird geprüft, wo Möglichkeiten zur Vergrößerung der Spielräume für die Sondernutzung und Werbemöglichkeiten bestehen – also wo und wie Sondernutzung für Außengastronomie ausgeweitet werden kann – unter Berücksichtigung von Rahmenbedingungen, wie Rettungswege, Erreichbarkeit von Geschäften und touristische Fotoansichten. Beispielsweise sollen Mitnahmeeffekte zwischen den einzelnen Geschäften der Innenstadt vergrößert werden, indem etwa kurze Wege zwischen den Läden gesucht werden und versucht wird, „versteckte“ Angebote, in die Laufwege von Kundinnen und Kunden zu integrieren.

Dazu wird aber auch gehören, dass die unterschiedlichen Nutzungen auf der Erfurter Straße, dem Neumarkt, der Marktstraße, dem Brühl, dem Buttermarkt und natürlich auch auf dem Hauptmarkt und den umliegenden kleinen Straßen konkret betrachtet werden müssen. Das betrifft den Fuß- und Radverkehr, die Außengastronomie, den Lieferverkehr, die Nutzung von Werbeträgern im öffentlichen Raum, den PKW-Verkehr inkl. der Parkmöglichkeiten und die Verweilmöglichkeiten.

Alle diese Überlegungen sollen in den kommenden Monaten, teilweise auch in den kommenden Jahren, in einem konstanten Austausch zwischen Stadt, Stadtpolitik und Gewerbeverein konkretisiert und kontinuierlich vorangetrieben werden. Sowohl der Gewerbeverein als auch Herr Kreuch sehen dabei nun einer konstruktiven und gemeinschaftlichen Arbeit entgegen.

Fliesenstudio Arnold

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