Wohnortwechsel beeinflusst Identitätsentwicklung

0
558
Dipl.-Psych. Elisabeth Schubach, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Psychologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, aufgenommen am 06.01.2017. Foto:Anne Günther/FSU

Jena (jd) Die Psychologin Elisabeth Schubach von der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist mit einem Preis, dem „Award for Outstanding Contribution to the European Journal of Personality” 2016, des Wiley-Verlags ausgezeichnet worden. Der Publikationspreis, der mit einem Büchergutschein über 250 Pfund dotiert ist, wurde ihr jüngst für den wissenschaftlichen Beitrag über die Bedeutung der Region für die Identitätsentwicklung junger Erwachsener verliehen. Die Forschungsergebnisse wurden unter dem Titel „Me, Myself, and Mobility: The Relevance of Region for Young Adults‘ Identity Development” gemeinsam mit Julia Zimmermann, Peter Noack und Franz J. Neyer vom Institut für Psychologie der Universität Jena veröffentlicht.
Der Artikel befasst sich mit einem Teilaspekt von Schubachs Dissertation. Diese thematisiert die Entwicklung regionaler Identität im jungen Erwachsenenalter und ist im Dezember 2016 mit der Bestnote bewertet worden. Sie untersuchte darin, inwieweit regionale Identität wichtig für junge Erwachsene ist – da vor allem diese häufig von Wohnortwechseln betroffen sind. „Für die Studie wurden über einen Zeitraum von sechs Monaten rund 1.800 Hochschulabsolventen, die im Durchschnitt 24,5 Jahre alt waren, befragt. Darunter befanden sich sowohl Personen, die den Wohnort gewechselt hatten, als auch solche, die nicht umgezogen sind“, sagt die junge Psychologin.
Sie fand z. B. heraus, dass die „Umzieher“ in dem Zeitraum weniger stabil in Bezug auf ihre Identitätszugehörigkeit waren – was unter anderem die Bedeutung von Ortsveränderungen für die Persönlichkeitsentwicklung unterstreicht. „Auch in Zeiten steigender Mobilität und Flexibilität spielt der Wohnort bzw. sein Wechsel eine Rolle für die Identitätsbildung“, fasst Schubach zusammen.
Ihr Grundstudium der Psychologie hat sie an der Universität Regensburg absolviert, 2008 wechselte sie zum Hauptstudium an die Uni Jena. Seit 2012 forscht sie hier im Rahmen des Projektes „Mobilität und Identität“ über junge Erwachsene als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Psychologie. Nach ihrer Promotion wird Elisabeth Schubach ihre Persönlichkeitsforschung in Bezug auf Mobilität an der Universität Jena nun fortsetzen: „Über die Auszeichnung freue ich mich sehr und sehe sie als Ansporn, mich weiter damit zu beschäftigen, wie sich Mobilität auf die Identität von Individuen auswirkt.“

Fliesenstudio Arnold

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT