Rockets verabschieden sich aus der Basketball-Bundesliga

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Die Rockets mussten sich am letzten Spieltag mit 81:85 gegen Science City Jena geschlagen geben und sind aufgrund des gleichzeitigen Bremerhavener Sieges gegen Gießen aus der easyCredit Basketball Bundesliga abgestiegen.

Die Raketen starteten nervös ins Spiel, die Hausherren aus Jena setzten mit zwei erfolgreichen Dreiern ein erstes Ausrufezeichen. Doch das Team von Head Coach Ivan Pavic biss sich in die Partie. Von außen schien der Korb wie vernagelt, von innen schafften es die Gäste aber immer wieder zu punkten und so den Spielstand bis auf maximal fünf Punkte ausgeglichen zu gestalten (Viertelergebnis 18:14 für Jena).

Immer wenn die Raketen herankamen, antwortete Jena mit erfolgreichen Dreipunktewürfen. So auch in den zweiten zehn Minuten, als Routinier Julius Jenkins mit zwei erfolgreichen Würfen jenseits des Perimeters für eine höhere Führung der Jenaer sorgte. Erst Mitte des zweiten Viertels konnten die zahlreich mitgereisten Anhänger der Rockets über den ersten erfolgreichen Dreier durch Daniel Schmidt jubeln. Wie bereits gegen Bonn fand das gegnerische Team immer wieder Lösungen in der Offensive, die die Bemühungen der Raketen dämpften. Zur Halbzeit lagen die Rockets mit sieben Punkten zurück (45:38).

Nach der Halbzeit ging erneut Jenkins voran, die Gastgeber nutzten defensive Unachtsamkeiten eiskalt aus. Die Rockets hatten weiterhin mit Nervosität zu kämpfen. Aus diesem Grund konnte Jena ihre Führung Schritt für Schritt ausbauen und führte vor dem letzten Viertel mit 15 Punkten (68:53).

Im letzten Abschnitt bäumten sich die Raketen auf und versuchten alles, um den Rückstand aufzuholen. Drei Minuten vor dem Ende verkürzte dann Jerome Randle auf sechs Punkte
(74:68) und das Spiel war wieder offen. Doch Sciecne City blieb nervenstark. Andreas Obst verkürzte dann zwar bei noch neun Sekunden Spielzeit mit einem erfolgreichen Dreier aus weiter Distanz auf 84:81, doch die restliche Zeit reicht nicht mehr aus um das Spiel zu drehen.

Head Coach Ivan Pavic: „Ich gratuliere Jena zum Sieg. Meine Mannschaft hat alles gegeben, um den Klassenerhalt zu schaffen. Es hat am Ende nicht gereicht, was sehr bitter ist.“

Die gesamte Rockets-Organisation möchte sich abschließend für die herausragende Unterstützung in der vergangenen Saison bei ihren Fans bedanken. Wir können stolz darauf sein sagen zu können, dass wir die besten und lautesten Fans der Liga haben.
Genauere Infos zu einer Saisonabschlussveranstaltung wird es in Kürze geben.

 

 

Übrigens, so klingt der Spielbericht der Jenaer Pressestelle:

Science City Jena vom 02.05.2018
Science City feiert mit verdientem 85:81-Derbysieg gegen Erfurt erfolgreichen Saisonabschluss

Mit einem bis zum Ende dramatischen 85:81-Sieg vor einer mit 3076 Zuschauern ausverkauften Sparkassen-Arena konnten die Erstliga-Basketballer von Science City Jena einen überaus erfolgreichen Saisonabschluss feiern. Die Ostthüringer gewannen gegen den Konkurrenten aus Erfurt nach einem von beiden Seiten stimmungsvollen Rahmen getragenen Duell, bezwangen das Team von Trainer Ivan Pavic nach dem 101:97-Sieg in der Messe Erfurt erneut. Aufgrund des Jenaer Sieges in Kombination mit dem Erfolg der Eisbären Bremerhaven gegen die GIESSEN 46ers (87:74) müssen die Rockets den bitteren Gang in die 2. Basketball-Bundesliga antreten. Vor der Partie des 34. Spieltages der easyCredit BBL wurde Julius Jenkins nach der Wahl unter den Fans von Science City im zweiten aufeinanderfolgenden Spieljahr als MVP ausgezeichnet.

Während sich im Aufeinandertreffen der beiden Thüringer Basketball-Erstligisten zunächst ein Kopf-an-Kopf-Rennen entwickelte, sorgte Max Ugrai 38 Sekunden vor der ersten Viertelpause für eine 18:14-Führung, welche Science City im Verlauf des zweiten Spielabschnitts kontinuierlich ausbauen konnte. Nach einem Dreier von Skyler Bowlin zum 37:27 erstmals zweistellig enteilt, legte der am Derby-Abend gut aufgelegte Oliver Mackeldanz mit einem sogenannten Baby Hook auf 39:27 (16.) nach. Zwar verkürzten die Gäste zwischenzeitlich bis auf 39:36 (18. – Obasohan), die Saalestädter zeigte sich jedoch nur wenig beeindruckt und konnten sich in dieser Phase auf ihren frisch gekürten MVP verlassen. Scharfschütze Julius Jenkins verwandelte bis zur Halbzeitsirene zwei Distanzwürfe und sorgte auf seine unvergleichliche Art und Weise für einen 45:38-Vorsprung nach der ersten Hälfte.

Zu Beginn des dritten Viertels versuchten sich die Rockets nach Jenas schneller 48:38-Führung (21.) zunächst wieder in Schlagdistanz zu bringen, schöpften durch einen Dreier von Johannes Richter zum 50:44 (22.) wieder Hoffnung, bevor Science City den Druck erhöhte. Nach dem wohl schönsten Spielzug der Partie, einer Pass-Kombination von Julius Jenkins, Oliver Mackeldanz und dem mit Dunk abschließenden Kyle Weaver zum 52:44 legte das Harmsen-Team einen 9:1-Lauf hin, der von Immanuel McElroy per Dreier zum 59:45 abgerundet wurde. Für die Schlusspunkte des vorletzten Spielabschnitts war Martynas Mazeika verantwortlich, der 57 Sekunden vor der Viertelsirene mit einem Dreier einen fast schon vorentscheidenden Charakter tragenden 68:53-Vorsprung herausgearbeitet hatte.

Doch das Team von Trainer Ivan Pavic setzte im letzten Viertel der Saison noch einmal zur Aufholjagd an. Ganz offensichtlich von den aus Sicht der Rockets negativen Zwischenständen aus Bremerhaven getrieben, kämpften die Gäste nun mit dem Mut der Verzweiflung um eine entsprechende Kurskorrektur. Speziell Jerome Randle erwies sich in dieser Phase als Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Gäste, die bis zur 35. Minute auf 72:64 verkürzen konnten, bevor der quirlige US-Amerikaner mit seinem Korb zum 74:68 weiter an der Ergebnis-Schraube drehte. Nachdem 140 Sekunde vor der Schlusssirene ein klares unsportliches Foul von Retin Obasohan an Skyler Bowlin von den Unparteiischen übersehen wurde, schien Science City tatsächlich noch einmal ins Wanken zu geraten. Primär von den nun fallenden Distanzwürfen profitierend, schmolzen die Rockets den vermeintlich komfortablen Jenaer Vorsprung aus der 30. Minute Punkt um Punkt. In der Crunchtime konnten sich die Ostthüringer jedoch auf ihre Routiniers verlassen, die an der Freiwurflinie stabil genug blieben und den 14. Saisonsieg über die Ziellinie schoben. Den Schlusspunkt einer gleichermaßen langen wie beeindruckenden Erstliga-Spielzeit setzte verdienterweise MVP Julius Jenkins Sr. mit seinem verwandelten Freiwurf zum 85:81-Endstand.

Ivan Pavic (Rockets): „Ich gratuliere Jena zum Sieg. Meine Mannschaft hat alles gegeben, um den Klassenerhalt zu schaffen. Es hat am Ende nicht gereicht, was sehr bitter ist“.

Björn Harmsen (Science City Jena): „Ich will gar nicht so viel sagen, weil ich selber schon in dieser Situation war. Es ist wohl das Schlimmste, was passieren kann am Ende einer Saison. Ich bin trotzdem stolz darauf wie die Jungs dieses Spieljahr gemeistert haben.Wir hatten mit vielen Verletzungen zu kämpfen und dennoch zahlreiche Siege geholt. Die Stimmung heute in einer ausverkauften Arena war sehr sehr gut. Ich glaube, dass wir in den entscheidenden Momenten mehr Erfahrung hatten und clever agiert haben,“

SCJ: Jenkins 20 Punkte, Bowlin 14, Allen 12, Weaver 11, McElroy 9, Mackeldanz 8, Mazeika 5, Wolf 4, Ugrai 2, Reyes-Napoles – Clay, Rahn

The Londoner - Gotha

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