„Sieben Samurai“ reisen nach Mühldorf  

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Symbolfoto: JeppeSmedNielsen/Pixabay

Gotha (red/wm, 10. Februar). Sechs Spieler fehlen wegen Verletzungen oder Corona-Infektion den Blue Volleys Gotha am Sonnabend im Auswärtsspiel beim TSV Mühldorf/Inn.

Im Spiel beim Tabellenneunten stünden ihm damit nur sieben Akteure zur Verfügung, was eine Verlegung des Spiels gerechtfertigt hätte. Doch diese „Sieben Samurai“ sprachen sich für die Austragung der Partie aus. So wurde aus der Not eine Tugend gemacht: Der 17-jährige Justus Krause, der mit den Blue Volleys Juniors in der Thüringen-Liga spielt, wurde als Mittelblocker nachnominiert. Er trainierte in den vergangenen Monaten mehrfach mit  der 1. Mannschaft und kommt nun am Sonnabend zu seinem Debüt in der 2. Bundesliga.

Trotz dieser widrigen Umstände setzen die Gothaer alles daran, aus der oberbayrischen Kreisstadt Punkte mitzunehmen. Die Gastgeber blieben in den vergangenen Wochen nicht von der Pandemie verschont und hatten etliche Ausfälle zu beklagen. Mühldorf griff deshalb ebenfalls auf Spieler aus der eigenen, bekannt guten Nachwuchsabteilung des Vereins zurück.

Zudem profitierte man aus der Lage im Großraum München. Da sich im benachbarten Unterhaching das dortige Team der 1. Bundesliga nach der Hauptrunde im Januar nicht für die Zwischenrunde qualifizierte, wechselten Juro Petrusic (D) und Paul Gehringer (MB) nach Mühldorf. Mit dem 18-jährigen Laurenz Welsch (AA) vom Erstligisten WWK Volleys Herrsching ist zudem ein Nachwuchsspieler im Kader, der Doppelspielrecht für beide Ligen besitzt.

Dennoch kamen die vor Saisonbeginn hoch gehandelten Oberbayern, ähnlich den Gothaern, bisher nicht schadlos durch die Saison. Zuletzt gab es drei Niederlagen gegen Hammelburg, Kriftel und Freiburg. So hat man derzeit zwar sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, ist aber noch nicht gänzlich von Abstiegssorgen frei. Entsprechend motiviert dürften die Hausherren am Sonnabend auftreten und dabei auch auf ihre Heimstärke bauen.

Beide Mannschaften leben viel von ihrem Aufschlag. Gelingt es, damit genügend Druck aufzubauen, kann es in der niedrigen Mühldorfer Halle für die jeweils gegnerische  Annahme ungemütlich werden. Darauf dürfte der Matchplan beider Trainer ausgerichtet sein.

Für Kronseder kommt es angesichts der prekären Personalposition vorrangig darauf an, mutig zu spielen. „Wir stellen uns der schweren Aufgabe in Mühldorf. Wenn unser Aufschlag funktioniert, ist durchaus was drin. Natürlich sind meine Wechseloptionen sehr beschränkt. Umso mehr kommt es auf jeden Einzelnen an, sein Potenzial auszuspielen“, äußerte sich der Trainer im Vorgespräch.

Das Hinspiel hatte seine Mannschaft im Herbst mit 3:1 gewonnen und auch im Pokal gelang den Blue Volleys in Mühldorf ein 3:2-Erfolg. Aller guten Dinge wären demnach drei Siege.

Auch dieses Spiel kann im Livestream ab 19 Uhr verfolgt oder später dort abgerufen werden.

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