Silvio Casta übernimmt die Gleis3Eck-Gastronomie

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Waltershausen (red/ra, 15. März). Im Gleis3Eck ist der Staffelstab des Pächters weitergegeben worden. Seit heute schwingt dort Silvio Casta das Zepter – und die Kochlöffel.

Silvio Casta in seinen „Oma Käthe“-Zeiten. Foto: „Oma Käthe“

Der gebürtige Waltershäuser lernte Koch im ehemaligen Hotel „Ramada“ in Friedrichroda. Ab 2003 kochte er schon einmal im Gleis3Eck. Das war knapp ein Jahr nach seiner Eröffnung gerade von Mario Peschke übernommen worden, dem damaligen wie heutigen Inhaber des Bad Tabarzer „AKZENT Hotel ,Zur Post'“.

Casta zog es jedoch alsbald in die Ferne: Nach Stationen in als Küchenchef in Österreich, dem Hotel „Park Ambiance Sellin“ auf Rügen, dem Landhotel „Martinshof“ München, dem „Dorint“ Wustrow und „Elisabeth von Eicken“ in Arenshoop sowie „Jero“ in Potsdam machte er sich mit einer Cateringfirma namens „Oma Käthe“ selbstständig.

Nun wollten er und seine Familie wieder in die alte Heimat, auch „weil die Tochter hier eingeschult werden sollte“.  Er schrieb Anfang des Jahres Bürgermeister Michael Brychcy an und signalisierte Interesse an einem gastronomischen Objekt.

Dieser Brief kam wie gerufen, denn der aktuelle Betreiber – die MSB Gastro GmbH & Co. KG von Maik Schulz – hatte die weiße Flagge gehisst: Die war seit Mai 2021 Pächter und mit ehrgeizigen Plänen gestartet (wir berichteten). Die aber hatten die anhaltenden Schließungen im Gastro-Bereich zunichtegemacht, zumal ja auch die Veranstaltungsbranche schon im zweiten Jahr nahezu komplett lahmgelegt war.

Die MSB Gastro GmbH & Co. KG zieht sich allerdings nicht komplett zurück: Mit Michael Willuhn (spoon.projekt Erfurt), der einst in Waltershausens legendärer Kulturfabrik – kurz KuFa – das Zepter schwang, werden Veranstaltungen organisiert und dann auch betreut.

Vor allem die Tatsache, dass Casta als Caterer viel Erfahrungen hatte und die Gleis3Eck-Küche sowohl dafür als auch für die gastronomische Betreuung der 50 Plätze in der Gaststätte ausreichend Platz bot, ließ sein Interesse an diesem Standort wachsen.

Nicht zuletzt, weil seine Frau mit Kusshand als Kindergärtnerin genommen wurde, machte der 37-Jährige dann Nägel mit Köpfen. Ab 1. April – kein Scherz! – wird es deshalb wieder Leckeres aus der Küche geben. Vorher wird renoviert, die Gastraum in freundliche und vor allem hellen Farben getaucht.

Dort gibt es dann auch ein Aquarium. Da tummeln sich allerdings keine Fische, sondern es werden nicht nur Steaks sous-vide – also vakuumisiert – gegart. Dazu gibt es dann auch die Zubereitung der Speisen vor aller Augen, branchenintern „Front-Cooking“ genannt.

Casta verspricht eine moderne Küche, zu der auch vegetarische und vegane Gerichte gehören, die nach eigenen Aussagen seine „größte Stärke“ seien. Gestartet wird im kleinen Team: „Einen guten Koch für Gastronomie wird es geben, ich kümmere mich dann auch wieder mehr ums Catering und zwei Servicekräfte werden wir einstellen.“

Auf Instagram und auf der Homepage von „Oma Käthe“ kann man sich schon einmal anschauen, was Casta-Küche à la carte heißt.

Nach der Renovierung geht dann auch wieder die Bowlingbahn in Betrieb, soll der Saal wieder genutzt werden und für die nächsten drei Monate sind Konzerte etc. geplant.

Dazu später und ausführlicher.

Fliesenstudio Arnold

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