Ausbildungsbegleitende Hilfen können Abbrüche vermeiden

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Wenn Auszubildende Schwierigkeiten in der Berufsschule, Probleme mit dem Elternhaus, mit Schulden oder der Liebe haben, stehen Berufsausbildungen manchmal auf der Kippe. „Wir können Azubis und Unternehmen unterstützen – mit ausbildungsbegleitenden Hilfen. Mit Nachhilfe oder sozialpädagogischer Begleitung räumen wir die Steine aus dem Weg, die dem jungen Menschen manchmal als unüberwindbar erscheinen“, weiß Beatrice Ströhl, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt, anlässlich der Woche der Ausbildung.
Mit ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) werden Sprach- und Bildungsdefizite abgebaut und Lücken in der Fachtheorie oder in den Grundlagenfächern geschlossen. Bei Bedarf kann auch eine sozialpädagogische Begleitung erfolgen. In Kleingruppen oder im Einzeltraining helfen erfahrene Fachleute, die schulischen, fachpraktischen oder persönlichen Probleme aufzuarbeiten und bereiten gezielt auf die Prüfung vor. Die Lehrlinge arbeiten Lücken im Schulstoff auf, bekommen aber auch Unterstützung bei der Wahl der richtigen Lerntechnik.
 
Ab Mai können durch eine Gesetzesänderung noch mehr Azubis abH nutzen. „Die Zugangsbedingungen wurden vereinfacht, nun können wir fast alle Auszubildenden unterstützen, die voraussichtlich Schwierigkeiten haben werden, ihre betriebliche Erstausbildung erfolgreich abzuschließen. Das sollten Unternehmen auch bei der Bewerberauswahl berücksichtigen und auch schwächeren Jugendliche eine Chance geben“, sagt Ströhl. So können Unternehmen auch zu Ausbildungsbeginn abH in Anspruch nehmen. Gerade wenn der Ausbildungsstellenbewerber beispielsweise Probleme in Grundlagenfächern hat, aber ausreichende Motivation und praktische Veranlagung mitbringt.
 
Der Unterricht findet nach Absprache mit dem Auszubildenden und dem Ausbildungsbetrieb statt, im Regelfall drei bis acht Stunden pro Woche beim Bildungsträger außerhalb der Arbeitszeit. Die Teilnahme ist für Betrieb und Auszubildende kostenfrei, da die Finanzierung über die Arbeitsagentur erfolgt.
 
Die Antragstellung erfolgt beim Berufsberater unter 0800 4 5555 00 oder beim persönlichen Ansprechpartner des Arbeitgebers.
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