Das Sima-Trio spielt Beethoven

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Das Sima-Trio um den 1. Konzertmeister der Jenaer Philharmonie Marius Sima ist eine feste Größe in der Jenaer Kammermusik. Am kommenden Sonntag, den 1. November 2015 treten sie um 11 Uhr in der Jenaer Rathausdiele mit den beiden bekanntesten Klaviertrios Beethovens, dem „Geistertrio“ und dem „Erzherzogtrio“ den Beweis an, dass wahre Kunst unvergänglich bleibt.

1808, im Jahr der „Pastorale“, schrieb Beethoven sein Trio op. 70 Nr. 1 in D-Dur. Mit ihm befreite er die Gattung „Klaviertrio“ vom unterhaltenden Charakter, den sie noch bei Mozart und Haydn innehatte. Beethoven verhilft dem Klaviertrio damit zu seiner Stellung als eine der musikalischen Hauptformen des 19. Jahrhunderts. Den populären Beinamen „Geistertrio” verdankt das Trio op. 70 dem langsamen Mittelsatz und einer Bemerkung des Beethoven-Schülers Carl Czerny. Dieser meinte darin einen „geisterhaft schauerlichen“ Charakter zu hören.

Das „Erzherzog-Trio“ (Klaviertrio B-Dur, op. 97) entstand 1811 und ist seinem Schüler, dem jungen Erzherzog Rudolph von Österreich gewidmet. Es ist Beethovens letzte vollendete Klaviertrio-Komposition. Wie die 9. Sinfonie und die letzten Streichquartette gilt es als unübertrefflicher Höhepunkt seiner Gattung und wird als Vermächtnis an die Nachwelt begriffen.

Das Sima-Trio spielt seit 1991 in der Besetzung Camelia Sima (Klavier), Marius Sima (Violine) und Roberto Urbas (Violoncello). Das Repertoire umfasst vorwiegend romantische Musik, von der Frühromantikern wie Schubert und Mendelssohn-Bartholdy, über Brahms bis zu den Spätromantikern wie Rachmaninow.