Corona-Krise enthüllt Digitalisierungslücken

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Gotha (red, 25. Januar). Die Corona-Pandemie wirkt in vielen Branchen als Katalysator für die Digitalisierung. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sich Unternehmen schnell und durchgehend digitalisieren. Die Thüringer Wirtschaft sieht die Politik in der Pflicht, für die dafür nötige digitale Infrastruktur zu sorgen. Das unterstreicht eine aktuelle Umfrage der drei Thüringer Industrie- und Handelskammern, an der sich 325 Unternehmen beteiligt haben.

Hauptgründe für die Digitalisierung von Geschäftsprozessen in den Unternehmen sind demnach: Realisierung von Kostensenkungspotenzialen, strategische Unternehmensentwicklung und Kundenbindung. Besondere Herausforderungen der Firmen sind der hohe Investitionsaufwand, dafür nötige zeitliche Ressourcen sowie die Komplexität bei der Umstellung von Systemen und Prozessen.

Andererseits haben ein Drittel der befragten Firmen noch immer keine ausreichende Internetversorgung. „Die Thüringer Politik ist mehr denn je in der Pflicht, schnell zu handeln, damit digitales, mobiles Arbeiten und automatisierte Lösungen von und für Unternehmen nicht an fehlenden Datenleitungen scheitern“, betont Peter Höhne, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostthüringen. Daher drängen die Thüringer IHKs wieder und wieder auf zügige Lösungen, auch im ländlichen Raum.

Jedes zweite Unternehmen fordert darüber hinaus einen unbürokratischeren Zugang zu öffentlichen Fördermitteln. Zu ausgewählten Förderprogrammen zur Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben in Unternehmen informiert die IHK Ostthüringen am 4. Februar im Webinar „Fördermöglichkeiten von Digitalisierungsvorhaben im Unternehmen“. Mehr Unterstützung bei der Daten- und Informationssicherheit ist für 40 Prozent der Umfrageteilnehmer vordringliches Thema.

Daneben wünschen sich die Unternehmen auch Unterstützung bei der Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit digitalen Technologien, für agiles Arbeiten und flexibler Arbeitsorganisation. „Als IHK leisten wir unseren Teil dazu, indem wir bedarfsgerechte Aus- und Weiterbildungsangebote entwickeln und zielgruppenspezifisch umsetzen“; erklärt der Ostthüringer IHK-Chef.

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