Carl Zeiss Jena tritt zum „Heimspiel“ in Würzburg an

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Wie erwartet hat die Corona-Krise Folgen für den FC Carl Zeiss Jena in der 3. Fußball-Liga: Weil in Thüringen Mannschaftstraining und Wettkämpfe noch bis zum 5. Juni 2020 untersagt sind, kann Jena sein „Heimspiel“ gegen den Chemnitzer FC am Sonntag (17 Uhr, LIVE! bei kicker) nicht im eigenen Stadion austragen.

Stattdessen treffen FCC und CFC nach Angaben des KICKER nun in der Würzburger Flyeralarm-Arena aufeinander. Das hat die Spielleitung des DFB festgelegt. Die Bestätigung der Würzburger Kickers und des städtischen Gesundheitsamtes zur Nutzung des Stadions sei demnach heute offiziell erfolgt.

Reagiert hat der Verein auch auf die Entscheidung des DFB vom Sonntag, die 3. Liga grundsätzlich fortzusetzen. In einem auf der Homepage veröffentlichten Statement heißt es dazu:

„Es ist jedoch in den letzten Tagen durch die externe wie bilaterale Kommunikation des DFB deutlich geworden, dass auf dem Weg der Sportgerichtsbarkeit Fairness ganz offensichtlich trotz des in den DFB-Statuten verankerten Fairplaygedankens nicht einklagbar ist.  Der FC Carl Zeiss Jena muss dies zur Kenntnis nehmen und wird sich deshalb diesem, aus unserer Sicht nach wie vor unfairen, Wettbewerb stellen.

Fairness heißt für uns gleiche, oder zumindest vergleichbare, Bedingungen. Der FCC ist seit dem 18. Mai im Kleingruppentraining, hat heute seit dem 13. März nach neun Wochen Wettkampf- und Trainingspause das erste Mannschaftstraining durchführen können, um nach maximal vier Trainingstagen binnen eines Monats elf Spieltage zu absolvieren, wovon wir das erste Spiel als „Heimspiel“ in der Fremde austragen müssen und auch danach in Jena aufgrund der aktuellen Verfügungslage bis einschließlich 5. Juni kein Mannschaftstraining durchführen können. Das sind im Sinne der von uns eingeforderten und an sich selbstverständlichen Chancengleichheit keine fairen Voraussetzungen.

Wir haben mit dem Wissen um die in Thüringen und Jena geltenden Verfügungslagen von Beginn an für einen Abbruch plädiert, da uns klar war, dass eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs unter fairen Bedingungen unmöglich sein wird. Darin sehen wir uns nach dem Beschluss des DFB, der nun auch vom DFB-Bundestag unterstützt wurde, die Saison fortzuführen, bestätigt.

Um das in aller Deutlichkeit zu formulieren: Wenn am Ende dieser Saison der Gang in die Regionalliga ansteht, dann werden wir diesen gehen und das sportliche Scheitern akzeptieren. Aber wir haben uns gewünscht und bis zuletzt darauf gehofft, dass diese Entscheidung unter fairen, sprich vergleichbaren, Rahmenbedingungen herbeigeführt wird. Die für den Fußball und den Sport essenzielle Fairness wird aus unserer Sicht mit Füßen getreten und damit gleichzeitig der gesellschaftlichen Relevanz und Akzeptanz des Fußballs ein Bärendienst erwiesen.

Dennoch: Wir werden diesen Wettbewerb annehmen und unter den gegebenen, sehr besonderen Bedingungen versuchen, das Bestmögliche aus dieser Situation zu machen. Dabei bleibt für uns die Gesundheit unserer Spieler und Angestellten das Maß aller Dinge.“

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